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Brandenburg Handfeste Gegenwehr gegen „Grusel-Clowns“
Brandenburg Handfeste Gegenwehr gegen „Grusel-Clowns“
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17:21 28.10.2016
Quelle: EPA
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Potsdam

“Horror-Clowns“ und keine Ende. Allein am Mittwochabend wurden der Polizei mehrere Clowns gemeldet, die Passanten erschreckten und in einem Fall auch handgreiflich wurden.

Die ersten Meldungen gingen ab 19:20 Uhr ein. In Brandenburg an der Havel hatten zwei unbekannte Kostümierte im Bereich der Klosterstraße/ Wallpromenade/ Humboldthain sowohl Fußgänger als auch Fahrradfahrer in Angst und Schrecken versetzt. Die Unbekannten konnten auf Grund der Dunkelheit unerkannt entkommen

Um kurz vor 21 Uhr meldeten sich bei der Polizei in Potsdam Anrufer, die einen Clown am Steuer eines Pkw gesehen haben wollen, der eine „Axt“ auf dem Armaturenbrett liegen hatte und durch das geöffnete Fenster Leute anpöbelte.

Die Anrufer gaben der Polizei das Kennzeichen des angeblichen Horror-Clown-Fahrer an. Wenig später war der Halter ermittelt und die Polizei machte sich auf den Weg. Fündig wurden sie in der Breiten Straße. Dort parkte der Wagen, der Halter bereits Zuhause. Eine Maske oder eine „Axt“ fanden die Beamten jedoch nicht auf.

Später wurde eine Clown-Sichtung aus Kleinmachnow gemeldet. Gegen 22:30 Uhr hatten sich mehrere Jugendliche in einer Bushaltestelle in der Rudolf- Breitscheid- Straße aufgehalten, als plötzlich ein Clown aus dem Gebüsch sprang. Doch seine „Schreck-Attacke“ verlief erfolglos. Die Jugendlichen schrien den Unbekannten an, so dass dieser die Flucht ergriff.

In Falkensee ging die Sache weniger glimpflich aus. Ein 16-Jähriger war gerade Am Gutspark unterwegs, als plötzlich einer dieser Gruselclowns mit einer Zähne fletschenden Maske vor ihm auftauchte. Unvermittelt schlug der etwa 1,85 Meter große und schlanke Unbekannte dem 16-Jährigen ins Gesicht. Dieser setzte sich zur Wehr und schlug zurück, woraufhin der Clown flüchtete.

Bei der Clown-Attacke erlitt der 16-Jährige leichte Verletzungen im Gesicht und an der Hand, die ärztlich versorgt werden mussten. Die Kripo ermittelt im Fall Falkensee nun wegen Körperverletzung gegen Unbekannt.

» Horror-Clowns in Brandenburg – das rät die Polizei

Horror-Clowns in Brandenburg

Der vollkommen unlustige Trend aus den USA ist auch in Brandenburg angekommen. Mehr als 20 Horror-Clown-Zwischenfälle verzeichnete die Polizei bisher im Oktober. Und es werden fast täglich mehr. Wir dokumentieren einige Beispiele.

– Unbekannte haben in der Nacht zum 17. Oktober einen Pizzaladen in Potsdam überfallen und dabei einen Mitarbeiter leicht verletzt. Das Besondere: Zwei von ihnen trugen Clownsmasken.

– Am 21. Oktober ist es zu gleich drei Vorfällen gekommen. In Wittenberge, Bernau und Königs Wusterhausen trieben die Horror-Clowns ihr Unwesen. In allen Fällen wurden Passanten erschreckt und verfolgt. In Wittenberge soll ein Passant sogar mit einem Messer bedroht worden sein.

In Wandlitz hat am 22. Oktober ein 23-Jähriger maskiert aus einer Gruppe heraus eine Frau mit ihrer 12-jährigen Tochter erschreckt. Der Täter konnte ermittelt werden.

– Zwei Männer haben am 25. Oktober eine Aral-Tankstelle in Potsdam überfallen. Auch in diesem Fall trug einer der Täter eine Clownsmaske.

– Am gleichen Abend hat ein Clown mit gezogenem Schwert in Stahnsdorf einen Autofahrer derart erschreckt, dass dieser abrupt anhielt.

– In Nauen griffen in der Nacht zum 26. Oktober zwei maskierte Clowns ein fahrendes Auto mit einer Axt und einer Machete an.

Von MAZonline

Er wurde zum Tier des Jahres 2016 gekürt, doch retten wird es ihn wahrscheinlich nicht: Feldhamster sind seit Jahren akut vom Aussterben bedroht. In Brandenburg ist der putzige Nager schon seit mehr als 15 Jahren verschwunden, nun gehen die Zahlen auch in anderen Bundesländern dramatisch zurück. Die Chancen stehen sehr schlecht.

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