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Havariertes Windrad ist 14 Jahre alt

Nach Unfall im Windpark Prützke Havariertes Windrad ist 14 Jahre alt

Am vergangenen Samstag brach an einem Windrad nahe Brandenburg an der Havel ein Rotorblatt ab. Das Windrad ist 14 Jahre alt und sollte eigentlich noch mal so lange halten. Die Bürgerinitiative „Rettet Brandenburg“ warnt vor den Gefahren von Windrädern.

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An der Unglücksstelle: Ein Rotorblatt liegt am Boden.

Quelle: Claudia Nack

Potsdam. Rätselraten um den Zwischenfall in einem Windenergiepark nahe Brandenburg an der Havel. Warum am vergangenen Samstag von einem knapp 38 Meter langen Windrad ein großes Teilstück abbrach und zu Boden stürzte, konnte am Montag nicht geklärt werden. Bei dem Unfall war niemand verletzt worden.

Nach ersten technischen Untersuchungen steht fest: Am zerstörten Blatt sind Spuren eines leichten Blitzeinschlags zu erkennen. Nähere Erkenntnisse erhofft sich der Betreiber, die Windpark Prützke GmbH, wenn die drei noch intakten Rotorblätter abgeschraubt und untersucht werden. Die Gesellschaft betreibt an dem Standort zwölf Windräder. Der Schaden beläuft sich laut Betreiber auf rund 150 000 Euro. Die Windkraftanlagen sind 100 Meter hoch, jede liefert 2,4 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Die Rotorblätter bestehen aus Kunststoff.

Das havarierte Windrad war knapp 14 Jahre alt und nach Betreiberangaben wäre die alle zwei Jahre vorgesehene Wartung jetzt vorgesehen gewesen. Windkraftanlagen sollen eine Laufleistung von 20 bis 30 Jahren haben. Wie Michael Schmidt vom Bundesverband Windenergie sagte, habe es bundesweit in den vergangenen 20 Jahren noch nie Unfälle mit Windanlagen gegeben, bei denen unbeteiligte Personen zu Schaden kamen. Allerdings seien schon Techniker bei Arbeiten verunglückt. Sechs bis sieben Mal pro Jahr würden Brände gemeldet. Laut Schmidt gibt es in Deutschland 26 000 Anlagen. „ Aber natürlich lässt sich eine Gefahr nicht hundertprozentig ausschließen.“

Thomas Jacob von der Bürgerinitiative „Rettet Brandenburg“, die noch bis Juli Unterschriften für ein Volksbegehren gegen Windkraftanlagen sammelt, hält das Sicherheitsrisiko für unkalkulierbar. „Der aktuelle Fall zeigt, dass die Gefahr für Menschen viel zu groß ist.“ Im Dezember 2014 war in Mühlberg (Elbe-Elster) ein komplettes Windrad abgenickt.

Von Volkmar Krause

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