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Heizkosten jedes zweite Mal falsch berechnet

Betriebskostenabrechnung Heizkosten jedes zweite Mal falsch berechnet

Wenn dieser Tagen die Betriebskostenabrechnung ins Haus flattert, dann dürfen Tausende Brandenburger auf eine Rückzahlung hoffen. Doch die Verbraucherschützer raten, die Abrechnungen genau zu prüfen, denn viele sind fehlerhaft.

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Quelle: dpa

Potsdam.
Bei Fernwärme blieben die Ausgaben den Berechnungen zufolge stabil. Bei Gas stiegen die Kosten um drei bis fünf Prozent, weil die Preise moderater ausfielen als beim Öl, während der Verbrauch zunahm.

2015 stieg der Energiebedarf in Deutschland um fünf bis sechs Prozent. Zwar war der Dezember ungewöhnlich mild. Im Jahresmittel wurden aber die Rekordwerte von 2014, dem bislang wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland, nicht erreicht. Im Gegenzug fielen die Preise: Heizöl war im Jahresdurchschnitt 23,1 Prozent günstiger als im Vorjahr, Fernwärme 5,6 Prozent und Gas 1,5 Prozent.

Erhebliches Sparpotenzial

186 Euro dürften den Zahlen des Deutschen Mieterbunds zufolge Verbraucher im Jahr 2015 gespart haben, die in einer 70-Quadratmeter-Wohnung leben und mit Öl heizen. Die Berechnungen basieren auf Durchschnittswerten im Vergleich zu 2014.

Gut jeder vierte deutsche Haushalt heizt mit Öl, jeder zweite mit Gas und jeder achte mit Fernwärme.

Zu Rechtsfragen um die Nebenkostenabrechnung beraten Deutscher Mieterbund und Verbraucherzentrale.

Verbraucherschützer raten allen Mietern, die Heizkostenabrechnung in jedem Fall genau zu prüfen. Fast jede zweite sei falsch, berichtet Radloff. Die Fehlerquellen sind vielfältig. Laut Verbraucherzentrale Brandenburg sind häufig die Heiznebenkosten wie Betriebsstrom oder Gebühren für den Messdienst zu hoch. Außerdem verstecken sich oft Reparaturarbeiten in den Wartungskosten oder werden Mieter für leerstehende Nachbarwohnungen mit zur Kasse gebeten. In einigen Fällen sind auch die Verbrauchsdaten nicht richtig erfasst. „Wir raten allen Mietern, dass sie diese Daten selbst ablesen oder bei der Ablesung dabei sind.“

Heizkosten machen in der Regel mehr als die Hälfte der Nebenkostenabrechnung aus, zu der auch Wasser, Abwasser und Müllabfuhr zählen. Gut zwei Euro müssen Mieter durchschnittlich je Quadratmeter auf die Kaltmiete aufschlagen, um die Betriebskosten abzudecken.

Von Bastian Pauly

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