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Helfer im Namen des Herrn

Wie viel Brandenburg steckt im Berliner Kirchentag? Helfer im Namen des Herrn

Beim Berliner Kirchentag wird jede Unterstützung gebraucht, sei es bei Verpflegung oder der Quartierbetreuung: überall waren fleißige ehrenamtliche Helfer aus Brandenburger beteiligt.

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Im Sommergarten der Berliner Messehallen traten unter anderem eine Big Band und die Gruppe „Könige und Priester“ auf.

Quelle: imago

Berlin.

„Ein Berliner Pfarrer fragte bei unserem Pfarrer an, ob wir helfen können – und der sprach wiederum mich an“, erzählt Mayerl von dem Entschluss, sich am 36. Evangelischen Kirchentag als Helfer zu beteiligen. Lange überlegen musste er nicht. „Das wird schon schön werden“, habe er sich gedacht. Er stand im Frühstücksraum, die eigentliche Schul-Mensa, und schaute nach dem Rechten. Von halb sieben bis halb neun gab es Brötchen, Käse, Wurst und Marmelade. Das Geschirr sowie Iso-Matten und Schlafsäcke haben die Teilnehmer selbst mitgebracht. „Wir sorgen für die Essensausgabe, wir schauen, ob am Abend auch alle wieder heimkommen und teilen uns die Nachtschicht“, erklärte Mayerl.

Viele helfende Hände

Etwa 20 Helfer der St.-Gotthardt- und Christusgemeinde Brandenburg (Havel) sind mit nach Berlin gereist und übernachteten ebenfalls in den Klassenräumen der Schule. „Das ist zwar nicht sehr luxuriös, aber so können wir tagsüber auch noch den Kirchentag besuchen“, sagte Ruth Lehmann. Denn zwischen neun und 18 Uhr war die Schule geschlossen.



zur Teilnahme aufgerufen wurde, war uns sofort klar, dass wir Kuchen backen wollten“, erzählte Bierbaum. „Viele Frauen haben dann ihr Bestes gegeben“, so Bierbaum weiter. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Auf einem zwei Meter langen Tisch quetschten sich Pflaumen- neben Apfelkuchen, und Muffins konkurrierten mit Schoko-Nuss-Kuchen. Ein Stück kostete einen Euro. „Das ist auch genug“, so Polansky. Einen Taler habe jeder noch übrig. Sechs Frauen reichten im Minutentakt großzügige Stücke über die Tafel. Trotz des Andrangs brach bei Sieglinde Bierbaum kein Stress aus. „Das macht doch Spaß“, sagte sie und zeigte einer jungen, unentschlossenen Frau die Kuchen. „Das sieht alles so lecker aus“, sagte Caroline Bürger. Die Potsdamerin entschied sich letztlich für Streuselkuchen. „Das ist wie bei Oma“, sagte sie nach einem ersten Biss. Caroline wollte sich die vielen verschiedenen Stände anschauen und Neues entdecken, wie die Hannoveraner A-cappella-Gruppe „Fünf-vor-der-Ehe“. „Die Lieder waren schön und lustig. Die haben sich selbst auch nicht so ernst genommen“, sagte sie. Deshalb gefielen sie ihr.

Kuchen für die Massen

Sieglinde Bierbaum und Petra Polansky gefiel am Kirchentag, neben der Begeisterung der Menschen, der Eröffnungsgottesdienst auf der Reichstagswiese mit Bischof Markus Dröge. Seine Predigt hat die beiden Frauen aus der Lausitz berührt. „Es ist ein Wunder, gemeinsam im Frieden so miteinander feiern zu können“, hatte Dröge gesagt.

Um das leibliche Wohl der Kirchentagsgäste aus aller Welt kümmert sich auch Reinhard Manger. Der Betriebsleiter der Bio-Molkerei Lobetal aus Biesenthal (Barnim) betreute gleich mehrere Stände, unter anderem im „Sommergarten“ an der Messe Berlin. Hier verpflegten nur biozertifizierte Anbieter die Besucher mit Bio-Kuchen, Bio-Burgern und eben Bio-Joghurt. „Der erste Verkaufstag am Donnerstag war gigantisch“, resümierte Manger. „Alles war weg“, sagte auch Tochter Lynn. Etwa 7500 Becher Joghurt verkauften sie am ersten Tag. Bei den Besuchern besonders beliebt war der Lobetaler Ayran. So sehr, dass am Freitagmorgen erst einmal Nachschub geholt werden musste.

Reinhard Manger (2vr) mit seinen Helfern am Stand im Sommergarten

Reinhard Manger (2.v.r.) mit seinen Helfern am Stand im Sommergarten.

Quelle: Lisa Neumann

Manger wurde von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg gefragt, ob er sich an dem Naturkostmarkt beteiligen wolle. Die Molkerei sei ein karitativer Betrieb, erklärt er.

Wegen des Andrangs konnte Manger den Kirchentag noch nicht besuchen. „Es ist so viel zu tun.“ Er selbst gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche, aber dennoch regelmäßig. Jedoch wird er auch für den Abschlussgottesdienst keine Zeit haben. „Da wird aufgeräumt“.

Von Lisa Neumann

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