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Hitze in Brandenburg bringt Freude und Leid

Temperaturen klettern über 30°C – Feuerwehr kämpf gegen Waldbrände Hitze in Brandenburg bringt Freude und Leid

Die 30-Grad-Marke ist am Samstag erstmals in diesem Jahr in Berlin und Brandenburg durchbrochen worden. Es war so richtig heiß. Schön, wer da ein kühles Plätzchen ergattern und die Seele baumeln lassen konnte. Aber nicht alle hatte ihre Freude an dem heißen Tag.

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Quelle: dpa

Potsdam. In Berlin wurden 31 Grad und in Brandenburg 33 Grad erreicht, teilte der Deutsche Wetterdienst in Potsdam mit. Von den noch am Vormittag prognostizierten Gewittern blieb die Region zunächst verschont. Die Gewitter hätten sich aufgelöst oder Brandenburg noch nicht erreicht, sagte ein Sprecher. “

Am Abend drohen Gewitter

Gewitter, so ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, könnten, so sie sich überhaupt aufbauten, nachts von Süden ins Land hineinziehen. In neun Brandenburger Landkreisen gilt die höchste Waldbrandwarnstufe.

Entspannung und Sorgen

Endlich ist er da, der heißestes Tag des Sommers 2015 in Berlin und Brandenburg. Doch nicht alle können sich darüber freuen.

EISVERKAUF : Im Eiscafé Kolbe in Prenzlau (Uckermark) riss die Kundenschlange nicht ab. «Es ging schon am Vormittag los», sagte ein Sprecher. Die Kundschaft verlange vor allem Vanilleeis, Stracciatella und Schoko. „Gefragt sind aber auch unsere etwas ausgefalleneren Sorten wie Sanddorn/Quark, Buttermilch/Rhabarber.“ 30 Sorten hat das Café nahe des Unteruckersees im Angebot. Beliebt sei auch das hausgemachte Softeis. “Wir freuen uns über so einen heißen Sommertag.“

FEUERWEHR : Frauen und Männer der Brandenburger Feuerwehren brachte der heiße Tag Arbeit im Wald: Im Landkreis Teltow-Fläming mussten mehrere Wehren einen Waldbrand löschen. Aus noch unbekannter Ursache brannte es auf rund drei Hektar Fläche. Zwar hatten die Kameraden das Feuer am Freitagabend gelöscht, doch flammte es sich an manchen Stellen erneut auf.

BADESEE : Der heißeste Tag bescherte den Betreibern des Helenesees bei Frankfurt (Oder) auch den ersten richtigen Badetag. “Der Strand ist voll, die Gastronomie funktioniert“, sagte ein Sprecher der Frankfurter Freizeit-& Campingpark Helene-See AG. Tretboote schipperten über den 250 Hektar großen See, der für sein klares Wasser bekannt ist. Bei 16 bis 17 Grad Wassertemperatur tummelten sich Badelustige im Wasser. “Wir genießen gerade die schöne Seite des Sommers.“ Auch am Ufer der Oder sonnten sich entspannte Ausflügler.

LANDWIRTSCHAFT : Die Trockenheit auf den märkischen Äckern wird zum Problem. Die Situation auf den Feldern spitze sich zu, sagte ein Sprecher des Landesbauernverbandes Brandenburg mit. Besonders betroffen sei der Landstrich von der Uckermark zur Lausitz. Für die Bauern ist das Wetter eine Krux: “Wir brauchen die Wärme für das Wachstum. Aber wenn die Feuchtigkeit fehlt, nützt auch die Wärme nichts.“ Auf derzeit goldgelb strahlenden Gerstenfeldern gebe es schon viele weiße Stellen - vertrocknetes Getreide.

Waldbrände in Brandenburg

Feuerwehrleute haben am Samstag über Stunden zwei Waldbrände im südlichen Brandenburg bekämpft. Ein Brand bei Hermsdorf (Dahme-Spree), der am Freitag gelöscht, danach aber wieder aufgeflammt war, konnte inzwischen gelöscht werden, wie der Waldbrandschutz-Beauftragte Raimund Engel sagte. In dem Landkreis waren am Freitagabend acht Brände in Wäldern ausgebrochen, Ursache unbekannt. Betroffen waren rund 20 Hektar Waldfläche. Am Samstag erwarteten die Meteorologen den bisher heißesten Tag des Jahres mit Temperaturen von mehr als 30 Grad in Berlin und Brandenburg.

Feuerwehrleute waren am Samstagnachmittag auf einem rund drei Hektar großen Waldstück bei Mückendorf (Teltow-Fläming) im Einsatz. Dieses bereits am Freitag ausgebrochen, bereits gelöschtes Feuer war in den Morgenstunden wieder aufgeflammt. “Dort wird noch gelöscht“, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg. Die Brandursache ist noch unklar.

Nach Angaben des Landesbetriebes Forst brannten am Freitag landesweit rund 30 Hektar Wald, in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming. Wenn die Feuerwehr schnell den Brandort erreiche, brenne am Boden nur Gras und Kraut, sagte der Waldbrandschutz-Beauftragte. “Sobald die Flammen die Bäume erfassen und an der Borke hochzüngeln, wird es problematisch.“

Dann sei nicht mehr das Feuer in erster Linie Ursache für die Schäden. “Es kommen sofort Insekten in die betroffenen Bestände, bohren sich ein und legen ihre Brut ab.“ Das seien bestimmte Käferarten, die sich regelrecht darauf spezialisiert hätten. In der Folge stürben die Bestände ab. Das Holz müsse dann eingeschlagen und auch rasch aus dem Wald abtransportiert werden.

Seit Jahresbeginn registrierte der Landesbetrieb bereits mehr als 100 Waldbrände. Im vergangenen Jahr waren es 117 Brände, die 27,4 Hektar Wald zerstörten.

Von MAZonline

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