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Hitzefrei: Der Direktor entscheidet

Sommer in Brandenburgs Schulen Hitzefrei: Der Direktor entscheidet

Mit den steigenden Temperaturen wird auch schnell der Ruf nach Hitzefrei laut. Ab wann Schulen die Stunden verkürzen oder frei geben können, ist für Brandenburg einheitlich geregelt. Die Entscheidung obliegt dabei nicht den Ämtern oder Ministerien. Das letzte Wort haben immer die Direktoren, auch wenn es um Ausnahmen geht.

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Sommer, Sonne, Hitzefrei.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Sommer, Sonne, Hitzefrei – so einfach ist die Rechnung nicht. Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten können Brandenburgs Schulleiter für die Schüler der Klassen 1 bis 10 hitzefrei geben und auch über Ausnahmen für die älteren Schüler entscheiden. Die Schulen treffen diese Entscheidungen immer selbst. Darauf wies Bildungsminister des Landes, Günter Baaske, am Freitag hin.

Hitzefrei-Entscheidung ist nur vor Ort sinnvoll

Die Schulleitung kann die Unterrichtszeiten verkürzen, den Unterricht umorganisieren oder hitzefrei geben. Es gibt keine tagesaktuellen Hinweise vom Bildungsministerium oder vom Landesschulamt. Die konkreten Entscheidungen können sinnvoll nur vor Ort getroffen werden.

Einheitliche Regelungen in Brandenburg

Diese stehen in den Verwaltungsvorschriften zum Schulbetrieb. Die Entscheidung ist auch von der örtlichen Situation abhängig, zum Beispiel, ob Schulbusse auch außerhalb der normalen Zeiten fahren. In ländlichen Gebieten kann das schwierig sein.

Unterricht verkürzen oder ausfallen lassen

Wenn um 10 Uhr 25 Grad Außentemperatur im Schatten oder um 11 Uhr ebenfalls 25 Grad Raumtemperatur in einem Klassenzimmer herrschen, soll nicht länger als bis 12 Uhr unterrichtet werden, sofern in der Zwischenzeit keine wesentliche Abkühlung eingetreten ist. Das ist die Soll-Vorschrift. In Ausnahmefällen kann die Schulleitung aber auch anders entscheiden.

An Potsdamer Schulen wird ganz unterschiedlich entschieden >>

Für die älteren Schüler heißt es: Schwitzen. „Für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, des Zweiten Bildungsweges und der Fachschulen wird der Unterricht in der Regel dem Stundenplan entsprechend fortgesetzt“, heißt es in der Vorschrift. Damit gibt es nur in Ausnahmefällen hitzefrei.

Außerdem wichtig: Bei absehbaren längeren Hitzeperioden soll der Unterricht umorganisiert werden, um eine einseitige Beeinträchtigung der Fächer in Randstunden zu vermeiden. Klausuren und schriftliche Prüfungen sollten die Schulen so legen, dass die Schüler durch die extreme Hitze nicht beeinträchtigt werden.

Betreuung muss gewährleistet sein

Hitzefrei bedeutet nicht, dass die Schülerinnen und Schüler auch tatsächlich nach Hause können oder müssen. In der Primarstufe dürfen sie nur vorzeitig nach Hause, wenn sie abgeholt werden oder die Zustimmung der Eltern vorliegt. Für alle Schülerinnen und Schüler muss der Transport zur Wohnung gesichert sein.

Die in der Schule verbleibenden minderjährigen Schüler sind so zu betreuen, dass die gesundheitliche Beeinträchtigung durch die extremen Raumtemperaturen möglichst gering ist. Ganztagsangebote sollten auch bei extremen Temperaturen stattfinden und sollen gegebenenfalls der Temperatur angepasst werden.

Für Arbeitnehmer gibt es solche Regelungen auch >>

Und falls es mal wieder so richtig kalt wird : „Klausuren und schriftliche Prüfungen sind abzusetzen, wenn die Raumtemperaturen nicht mindestens 18 Grad Celsius betragen“, lautet die Vorschrift. Wenn die Temperatur unter 16 Grad Celsius, in Sporträumen unter 14 Grad Celsius, findet kein Unterricht mehr statt.

Von MAZonline

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