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Hitzewarnung: Das muss beachtet werden

Temperaturen klettern in Brandenburg nach oben Hitzewarnung: Das muss beachtet werden

Das letzte richtig heiße Wochenende in diesem Jahr steht bevor: Viele nutzen das schöne Wetter für Ausflüge zum See. Doch es gibt auch eine Schattenseite: Erhöhte Waldbrandgefahr in vielen Teilen Brandenburgs. In der Nacht zum Samstag besteht die Gefahr von starken Gewittern in der Prignitz. Was sonst noch beachtet werden muss.

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Hilft, die Hitze zu überstehen: Zum See fahren und entspannen.

Quelle: dpa

Potsdam. Die Hitzewelle reißt nicht ab: Der Deutsche Wetterdienst hat für Teile Brandenburgs amtliche Hitzewarnungen ausgesprochen. Heute wird zwischen 11 und 19 Uhr bei gefühlten Temperaturen über 32 Grad eine starke Wärmebelastung in den Landkreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark, Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz sowie in der Stadt Brandenburg an der Havel erwartet. Meteorologen verstehen unter einer Wärmebelastung die Beeinträchtigung des menschlichen Wohlbefindens: Eine große Wärmebelastung gibt es auf freien sonnigen Flächen, ohne dass Wind und Schatten abkühlen können und wenn der natürliche Kühlmechanismus des Schwitzens nicht mehr ausreicht.

Nach dem bislang heißesten Wochenendes des Jahres wird es nächste Woche rund zehn Grad kühler. Dazu wird es regional auch mal nass: In der Nacht zum Samstag gibt es in der Prignitz eine geringfügige Gefahr von starken Gewittern mit Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h und Starkregen.

Schon seit Tagen beschert das Hoch „Gerd“ heiße und sommerliche Temperaturen – die zahlreichen Badeseen in Brandenburg bieten eine perfekte Möglichkeit zur Abkühlung.

Gibt es jetzt auch erhöhte Waldbrandgefahr?

Ja, mit dem trockenen Wetter steigt in Brandenburg die Waldbrandgefahr extrem an. Besonders gefährdet sind heute die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz mit der Warnstufe vier, bis auf Oberhavel mit der Warnstufe zwei haben alle anderen die Warnstufe drei. In den nächsten Tagen soll sich die Gefahrenlage noch verschärfen, prognostiziert Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter vom Landesbetrieb Forst Brandenburg. Sollte der Ostwind zunehmen und die Temperaturen noch deutlich über die 30 Grad ansteigen, so schließt der Landesbetrieb Forst nicht aus, dass in einigen Landesteilen auch noch die höchste Gefahrenstufe fünf am Wochenende erreicht wird. Das bedeutet größte Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft. Auch wenn es in den vergangenen Wochen manchen Regenschauer gegeben hat, ist der Waldboden vielfach ausgetrocknet. Der Sandboden kann nur geringfügig die Feuchtigkeit speichern. Damit steigt die Brandgefahr in Brandenburgs Wäldern.

Wie kann man mithelfen, Waldbrände zu vermeiden?

Der kleinste Funke kann eine Katastrophe auslösen: Menschliches Handeln verursacht mehr als 90 Prozent aller Waldbrände mit bis zu 99 Prozent der Schäden, informiert das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Es ist jetzt die Vorsicht und Aufmerksamkeit aller gefragt: Keine Zigaretten aus dem Autofenster werfen, auch Grillen oder ein Feuer im Wald oder in der Nähe von Wäldern ist nicht erlaubt. Das unbefugte Befahren des Waldes mit Autos ist nicht gestattet, denn auch heiße Auspuffteile können bereits Brände verursachen. Wichtige Zufahrtswege für die Feuerwehr, gerade in der Nähe von Badestellen, sollten nicht zugeparkt werden. Brände müssen sofort der Feuerwehr oder der Polizei gemeldet werden.

Wie reagiert eigentlich der Körper auf Hitze?

Der Körper hat verschiedene Tricks, um mit Hitze klarzukommen. So möchte er sich nicht mehr so viel bewegen. „Man wird nicht faul, sondern der Körper sagt: Produzier nicht so viel Wärme, sonst wird das System überlastet“, sagt Professor Andreas Matzarakis vom Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes. Auch das Schwitzen bewahrt uns vor dem inneren Überhitzen.

Was kann man Tieren bei der Hitze Gutes tun?

Bei hohen Temperaturen und Sonneneinstrahlung sollten Tiere genau beobachtet werden, um Veränderungen in ihrem Verhalten sofort festzustellen, informiert der Deutsche Tierschutzbund. Zur tödlichen Falle kann das Auto werden: Sauerstoffmangel und Kreislaufversagen können im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres führen. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen die Tierschutz-Hundeverordnung, heißt es vom Deutschen Tierschutzbund weiter. Hunde und Katzen können sich nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen, sie sind sehr empfindlich gegenüber Hitze. Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen Sonnenbrand bekommen, deshalb sollten sie nicht zu kurz geschoren werden. Immer sollte auf ausreichend Trinkwasser geachtet werden. Doch Vorsicht: Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich nicht. Am besten ist es, wenn sich Hunde oder Katzen ein eigenes schattiges Plätzchen in der Wohnung oder im Freien suchen können. Bei heißen Temperaturen am besten die Spaziergänge auf die Morgen- oder Abendstunden legen, denn auch Tiere können Kreislaufprobleme bekommen.

Von Melanie Höhn

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