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Hobby-Archäologe findet Schatz seines Lebens

Tausende Münzen Hobby-Archäologe findet Schatz seines Lebens

Im Landesamt in Wünsdorf ist die Freude groß: Ein Hobby-Archäologe hat in Lebus tausende alte Silbermünzen entdeckt. Es handele sich um sogenannte Hochrandpfennige. Doch das ist nicht der einzige neue spektakuläre Fund, der momentan in Wünsdorf untersucht wird. Vor einigen Wochen wurde bei Zossen eine tausende Jahre altes Werkzeug gefunden.

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Quelle: BLDAM

Potsdam. Ein Hobby-Archäologe hat in Lebus nördlich von Frankfurt (Oder) rund 2100 Silbermünzen entdeckt. Sie stammen aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, sagte ein Sprecher vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum am Freitag. Es handele sich um sogenannte Hochrandpfennige, die damals auch als Sachsen- oder Wendenpfennige bekannt gewesen seien.

Der zwei Kilo schwere Schatz befindet sich derzeit im Landesamt in Wünsdorf (Teltow-Fläming). Der Heimatverein Lebus (Märkisch-Oderland) will den Fund aus dem Herbst am 22. Januar der Öffentlichkeit vorstellen.

Der Sprecher sagte, es seien zwei, drei verschiedene Münzsorten, zumeist aus Silber. “Sie glänzen silbrig, teils aber auch grünlich.“ Solche Münzen seien vor allem im westslawischen Raum vorgekommen. Ostbrandenburg sei damals von polnischen Fürsten regiert worden.

Der Fundort liegt in Sichtweite des Lebuser Burgbergs. Dort war 2003 bereits ein 3000 Jahre alter Bronzeschatz gehoben worden. Der sogenannte Bronzehort wird im Pauli-Kloster in Brandenburg an der Havel gezeigt.

5000 Jahre altes Steinbeil entdeckt

In Wünsdorf freut man sich neben dem vielen Münzen auch über einen weiteren antiken Fund. Der Kreisarchäologe Dr. Stefan Pratsch hat ein fast vollständig erhaltenes Beil aus Feuerstein in Zossen bei Bauarbeiten für ein neues Wohngebiet entdeckt.

Das Beil ist 12 cm lang, 5,5 cm breit, 2 cm dick und wiegt 228 Gramm. Es wurde aus einem braunen Rohling zurechtgeschlagen und anschließend fast völlig überschliffen. Nur an den Schmalseiten sind noch Spuren der Herrichtung erhalten.

5000 Jahre altes Steinbeil

5000 Jahre altes Steinbeil.

Quelle: Landkreis TF

Nach der Form und der Zurichtung des Gerätes kann man das Feuersteinbeil in die zweite Hälfte des 4. Jahrtausends vor Christus datieren. Es wurde von Menschen der Jungsteinzeit hergestellt und genutzt. Neben Felsgestein wurde seinerzeit auch Feuerstein für die Herstellung von Beilen und Äxten verwendet. Dafür benötigte man große Rohlinge, die nur an einigen Lagerstätten zur Verfügung standen.

Von MAZonline

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