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Brandenburg Potsdamer Hochschulsport fehlen Hallen
Brandenburg Potsdamer Hochschulsport fehlen Hallen
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18:27 16.11.2018
Auch Fußball gehört zum Angebot des Potsdamer Hochschulsports. Allerdings fehlt es oft an Hallen. Quelle: foto: Thomas Roese
Potsdam

Es könnte so schön sein beim Potsdamer Hochschulsport. 10000 Plätze in gut 180 Kursen bietet das Zentrum für Hochschulsport Studierenden und Wissenschaftlern während des Semesters an. Von Handball über Geräteturnen bis hin zu Yoga für Schwangere und Historischem Schwertkampf ist gegen einen geringen Beitrag alles möglich. Doch gerade der Erfolg schafft Probleme: Dem Zentrum fehlen Hallen. Deshalb stehen bis zu 3000 Interessierte auf Wartelisten.

Vollversammlung des Hochschulsportverbands

Die Leiterin des Zentrums, Petra Bischoff-Krenzien beklagte die Lage anlässlich der 113. Vollversammlung des Allgemeinen Hochschulsportverbands (ADH) in der Landeshauptstadt. Bis Montag sprechen auf dem Campus Am Neuen Palais rund 150 Delegierte aus dem ganzen Bundesgebiet vor allem über Fragen der Personalentwicklung im Hochschulsport. Die jährliche Vollversammlung des ADH findet zum ersten Mal in Potsdam statt.

„Es graust einem manchmal“, sagt Bischoff-Krenzien. „Es ist sehr alternativer Sportraum“, beschreibt sie ironisch die Gesamtsituation. Zum Beispiel nutze das Zentrum für Hochschulsport in der Innenstadt einen etwa 130 Quadratmeter großen Raum für Angebote wie Yoga, Tanzen und Fitnesstraining. „Wir haben keine Möglichkeit, Duschen zu benutzen, es gibt nur Toiletten.“ Der Umkleideraum müssten für Männer und Frauen gemeinsam genutzt werden. Insgesamt habe das Zentrum derzeit 35 Sportstätten von unterschiedlicher Qualität zur Verfügung. Der fehlende Platz hindere eine Ausweitung des Angebots, die sehr wohl möglich sei.

Sportstätten aus den Siebzigern

Dem ADH ist das Problem bekannt. „Das ist eine große Herausforderung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Jörg Förster. „Wir haben eine ständig wachsende Zahl von Studierenden aber veraltete Sportflächen.“ Diese stammten zumeist aus den 70er-Jahren und entsprächen in ihrer Ausstattung meist nicht mehr dem modernen Sportverständnis. ADH-Generalsekretär Christoph Fischer will wegen dieses bundesweiten Problems auch an die für Hochschulen verantwortlichen Ministerien, etwa das Bundesforschungsministerium, herantreten. Aus Fischers Sicht ist das gerechtfertigt, weil der Hochschulsport in einer immer bewegungsärmeren Welt eine entscheidende Funktion in der Gesundheit hat.

Allerdings kennt man auch die Probleme im dem Hochschulbau. Dort seien Planungs- und Genehmigungsphasen extrem lang, sagt der Vizepräsident der Universität Potsdam, Florian Schweigert. „Außerdem wird es immer schwieriger. nutzbare Flächen zu finden.“ In den verdichteten Städten gibt es viele Interessenten, aber auch viele Regularien. „Das gilt für Potsdam in besonderem Maße.“

Potsdam ist ein Markenzeichen

Dabei verdient gerade der Potsdamer Hochschulsport nach Ansicht des ADH eine Aufwertung. Potsdam ist laut Jörg Förster beim Personal top. Bischoff-Krenzien hat 385 kontinuierlich beschäftigte Übungsleiter, die nicht jedes Semester neu rekrutiert werden müssen. Außerdem kreierte das Zentrum für Hochschulsport mit dem Pausenexpress 2010 ein Format, das der ADH an inzwischen 35 Hochschulen als eigene Marke führt.

Dabei kommen Übungsleiter zu Beschäftigten in die Büros und inzwischen auch in Vorlesungen und machen 15 Minuten lang Bewegungs-, Kräftigungs- und Entspannungsübungen. Sport werde zu einem integrativen Faktor im Betrieb, sagt ADH-Vorsitzender Förster. Inzwischen deute sich auch an, dass der Hochschulsport sogar Abbrecherquoten senken könne.

Von Rüdiger Braun

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