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„Hoffe, dass mein Mann keine Schäden davonträgt“

Giftunfall auf der A10: MAZ-Leserreaktionen „Hoffe, dass mein Mann keine Schäden davonträgt“

Der schwere Lkw-Unfall am Dienstagmittag auf der A 10 am Dreieck Nuthetal hat viele MAZ-Leser bewegt. Besonders auf Facebook ist viel darüber diskutiert worden. Die Reaktionen reichen von Respektbekundungen für die Arbeit der Feuerwehr bis hin zu Unverständnis für das Chaos nach dem Unfall. Ein Überblick.

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Gefahrvoll: das Arbeiten an der Unglücksstelle A10.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Die Nutzer des sozialen Netzwerkes Facebook hat der Vorfall stark berührt. Was die Leser empfinden und auf der MAZ-Facebook-Seite besprechen, haben wir zusammengefasst:

Respekt an die Feuerwehr, Polizei und alle anderen Helfer vor Ort, schreibt Sandra Paul : Ihr macht jeden Tag aufs Neue eure Arbeit. Echt super. Ich möchte dies nicht machen müssen. Man sollte den Leuten viel mehr Dank sagen. Dem schließt sich Kai Fröhlich an: Auch von mir ein großes Lob, vor allem an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die sich die Nacht und viel freie Zeit um die Ohren geschlagen haben, womöglich noch das Risiko gesundheitlicher Schäden eingegangen sind. Alles Gute. Mega-Respekt.

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An alle Helfer ein dickes Dankeschön


Babett Alisch schreibt: Scheiß egal, ob da nun Fehler passiert sind oder sonst was, wichtig ist doch jetzt nur, dass alle gesund nach Haus kommen. Daumen hoch an alle Einsatzkräfte. Auch Karl-Heinz Fengler überreicht ein dickes Danke an alle Frauen und Männer der freiwilligen und Berufsfeuerwehren für ihren Einsatz: Kommt gesund nach Hause. Ebenso wünscht Pamela Schulczynski gute Besserung und hofft, dass alle schnell wieder gesund werden: Ich weiss leider nur zu gut wie es ist, im Einsatz verletzt zu werden.

Bei dem Einsatz muss einiges schiefgegangen sein

Marcel Richter schreibt: Den Einsatz der Helfer in allen Ehren, aber: Zusammengefasst völlige Chaoslage und grobe Fehler vor Ort. Mund Em dazu: Verletzte Einsatzkräfte sind meines Erachtens ein Zeugnis dafür, dass bei dem Einsatz einiges schiefgegangen sein muss. Ich hoffe auf eine gute Nachbearbeitung des Einsatzes mit entsprechenden Konsequenzen, wie Änderungen in der Gefahrenabwehrplanung. Jennifer Maguhn stellt die Frage: Was ist denn da bitte schiefgegangen? Eine auslaufende Flüssigkeit kann nur anhand der Lieferpapiere zugeordnet werden. Diese liegen meistens im Fahrzeug. Dieses brannte in diesem Fall. Dann kann nur noch der Fahrer Auskunft geben oder die Beschilderung am Tanker. Und die Feuerwehrleute wollten, mussten, sollten eine größere Katastrophe verhindern und musste sich dementsprechend erst einmal dem brennenden Fahrzeug nähern, ohne ganz zu wissen, was da ausläuft. Ich bin ausgebildete Gefahrgutbeauftragte und kann nur sagen: Bei jedem Gefahrgutversand besteht ein immenses Risiko. Yvonne Meyer unterstützt: Die Papiere waren verbrannt und der Fahrer bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Und wenn andere Leute nicht in der Lage sind, etwas schneller zu arbeiten, stehen Feuerwehrleute, Sanitäter, Polizei und andere Helfer ohne Infos da. Sollen sie dann einfach die Hände in die Hosentasche stecken? Ich hoffe nur, dass mein Mann keine Schäden davonträgt, denn er macht das ganze freiwillig.

Unglaublich, was alles über die Straßen rollen darf

Claudi Ge meint: Es ist wirklich unglaublich, was bei uns alles über die Straßen rollen darf. Und Sven Mischkalk ergänzt: Hoffentlich lernt man daraus. Und solche Chemiebomben rollen in Zukunft nicht mehr über die Straße, zumindest nicht in Lkws mit polnischem TÜV. Dazu Ronny Burkert : So ein Quatsch. Einen Reifenplatzer, den kann auch ein deutscher Lkw haben. Anika Dettlaff meint: Nicht nur polnische Lkws haben Reifenplatzer. Man soll nicht immer alle über einen Kamm scheren.

Als Brummi-Lenker wirst du doch nur gejagt

Ilektrixx Martin bringt auf der MAZ-Facebook-Seite den Gedanken ein: Als Lenker eines solchen Brummis wirst du doch nur gejagt und gejagt. Kilometer für Kilometer. Im Falle eines technischen Defekts sowie einer Fahrtzeitüberschreitung würde ich sofort und ausschließlich den Fuhrpark oder die Spedition in Augenschein nehmen. Klar gibt’s überall schwarze Schafe. Aber selbst der „dumme Osteuropäer“ setzt sich nicht auf’n Bock, der zum Scheitern verurteilt ist. Er will und muss Geld verdienen, um die Familie zu versorgen und möchte mit Sicherheit auch immer heil nach Hause kommen.

Immer wieder Thema Rettungsgasse

Antje Leder fragt: Was ich nicht verstehe ist, warum man immer wieder so etwas lesen muss: „Nach Auskunft eines Augenzeugen hatte es die Feuerwehr schwer, zum Unfallort zu gelangen, da es nicht durchgehend eine Rettungsgasse gab.“ Was ist so schwer daran? Auch Steven Ziegs stellt fest: Das traurige ist, dass wieder mal keine Rettungsgasse gebildet wurde und die Einsatzkräfte nicht schnell genug zum Unfallort kommen konnten. Ich frage mich, wann da mal reagiert wird und die Strafen deutlich nach oben korrigiert werden. Kann echt nicht sein.

Welche Gedanken bewegen Sie, liebe Leser. Was denken Sie über den Unfall auf der A 10? Schreiben Sie uns: leserbriefe@MAZ-online de

Von Wilfried Specht

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