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Hohe Ernteverluste bei Getreide und Raps

Landwirtschaft in Brandenburg Hohe Ernteverluste bei Getreide und Raps

Erst war es im Frühjahr zu trocken, dann regnete es im Juni zu viel. Für die märkischen Landwirte ist 2016 wohl kein gutes Erntejahr. Doch nicht nur das Wetter trägt zu den Verlusten bei.

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Ein Landwirt erntet mit einem Mähdrescher Wintergerste.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Brandenburgs Bauern erwarten in diesem Jahr geringere Ernteerträge bei Getreide und Raps als 2015. Bei der Anfang Juli begonnenen Getreideernte rechnet der Landesbauernverband (LBV) mit einem Ergebnis von 2,5 Millionen Tonnen, rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei Raps werde sich der Ertrag voraussichtlich um ein Viertel auf rund 350 000 Tonnen verringern.

Insekten setzen den Pflanzen zu

Der Rückgang beim Getreideertrag ist vor allem auf die Trockenheit bis Ende Mai zurückzuführen, wie ein LBV-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der starke Regen im Juni habe der Entwicklung der Körner geschadet. Die Ursachen für den Rückgang der Rapsernte seien vielfältig. Große Schäden hätten Insekten wie der Rapserdfloh und die Kohlfliege den Pflanzen zugefügt, sagte der Sprecher. Regional - wie in der Uckermark - sei es noch im Frühjahr zu Frösten gekommen. Zudem habe auch beim Raps die lange Trockenperiode im Frühjahr die Erträge gemindert.

Niedrigerer Ernteertrag bis zu 10 Prozent

Der Bauernverband rechnet für dieses Jahr mit einem durchschnittlichen Ertrag beim Getreide von rund 52 Dezitonnen je Hektar. Damit liege die Ernte unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre, als 55 Dezitonnen pro Hektar erzielt worden seien.

Bei der im Wesentlichen abgeernteten Wintergerste betrage das Minus in diesem Jahr 11 Prozent. Mit einem Ertrag auf Vorjahresniveau rechnet der LBV beim Winterroggen, dem am meisten in Brandenburg angebauten Getreide. Allerdings sei die Ernte hier noch voll im Gange. Für Winterweizen erwartet der Verband einen Rückgang um 5 Prozent. Ein um 10 bis 12 Prozent geringerer Ertrag wird beim Hafer befürchtet. Allerdings ist bei dieser Getreideart erst ein Fünftel der Fläche abgeerntet.

Von Manfred Rey

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