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Brandenburg Hohe Hürden für den Abschuss von Wölfen
Brandenburg Hohe Hürden für den Abschuss von Wölfen
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15:00 06.03.2018
Wölfe im Gehege. Quelle: dpa
Potsdam

Die Landesregierung hat die geplante Wolfsverordnung nach Einwänden von Verbänden überarbeitet und jetzt der Öffentlichkeit präsentiert. Die Regelung, die noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, sieht ein abgestuftes Vorgehen gegen problematische Wölfe vor – bis hin zum Abschuss. Dabei sollen strenge Auflagen gelten. Nur eigens von der Naturschutzbehörde beauftragte Fachkräfte dürfen Wölfe schießen – also: Die örtlichen Jäger sind nicht automatisch befugt. Lediglich informiert werden müssen die Jagdpächter über die „Entnahme“ von Wölfen.

Was im Umgang mit Problemwölfen erlaubt sein soll

Aufs Korn nehmen dürfen diese staatlich bestellten Wolfsjäger Problemtiere, die sich Menschen gegenüber auffällig verhalten nur dann, wenn alle anderen Versuche des „Verscheuchens“ und „Vergrämens“ gescheitert sind. Steinwürfe oder Stockschläge sind allen Menschen gestattet, die sich von einem Wolf bedroht fühlen. Gummigeschosse, Warnschüsse, Elektroschocker und Blendspiegel wiederum dürfen nur von den staatlich beauftragten Fachkräften eingesetzt werden, um die Tiere zu vertreiben – und das nur, sofern die Wölfe höchstens „kleine Hautwunden und Hämatome“ (Blutergüsse) davontragen.

Ein einmaliges Eindringen des grauen Räubers in Nutztierbestände reicht nicht als Abschussgrund aus. Ein Tier oder Rudelmitglieder müssen mindestens zweimal eine Herde attackiert oder zwei verschiedene Herden angegriffen haben, um zum Abschuss freigegeben zu werden.

Das vorliegende Papier, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, sei „maximal ein homöopathisches Beruhigungsplacebo für die Weihnachtsfeiertage“, heißt es in einer Einschätzung mehrerer Verbände – darunter Landesbauern-, Waldbesitzer-, Jagd-, Angler- und Fischereiverband. Die Vorschläge, wie mit problematischen Wölfen umzugehen sei, seien „nicht durchführbar“ und „praxisfern“, heißt es in der Stellungnahme. Mit der Ernennung „staatlicher Wolfsjäger“ ignoriere das Ministerium das Jagdrecht.

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Von Ulrich Wangemann

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