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Brandenburg Hohe Sicherheitsauflagen bei Elias-Prozess
Brandenburg Hohe Sicherheitsauflagen bei Elias-Prozess
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08:25 07.06.2016
Justizzentrum in Potsdam. Quelle: dpa-Zentralbild
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Potsdam

Unter ausgesprochen scharfen Sicherheitsbedingungen wird der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Elias (6) und Mohamed (4), Silvio S. (32), in einer Woche vor dem Potsdamer Landgericht beginnen. Wie das Landgericht am Montag mitteilte, werden zwei Sicherheitsschleusen aufgestellt – eine für Medienvertreter, von denen 24 zugelassen sind, eine für das Publikum. Leibesvisitation wird auf Anweisung des Kammervorsitzenden Theodor Horstkötter obligatorisch sein, der Einlass erfolgt nur gegen Vorlage gültiger Ausweispapiere – die Sicherheitsschleusen gehen eine Dreiviertelstunde vor Prozessbeginn in Betrieb. Gepäck muss das Publikum vor der Tür lassen.

Sonderseite zu den Mordfällen Elias und Mohamed

Die MAZ hatte alle wichtigen Informationen zu den Mordfällen Elias und Mohamed auf einer Sonderseite zusammengefasst.

– In einer Chronologie haben wir den Fall vom Verschwinden des kleinen Elias bis zu den schrecklichen Geständnissen des mutmaßlichen Täters dokumentiert.

– Ende März hat die Staatsanwaltschaft erste Details der Anklageschrift veröffentlicht. Sie offenbart das ganze Ausmaß des Grauens und Leidens.

Das Gericht hat entschieden, die Erste Strafkammer in ihrem angestammten Sitzungssaal 8 zu belassen, obgleich mit enormem öffentlichen Interesse zu rechnen ist. Intern hatte man erwogen, für die Zeit des Prozesses in den größeren Saal des Verfassungsgerichts umzuziehen. Dort hatte zum Beispiel aus Platzgründen 2012 die Verhandlung zum tödlichen Busunfall mit einer polnischen Reisegruppe am Schönefelder Kreuz stattgefunden – man hatte seitens der Justiz mit vielen Angehörigen der 14 Toten gerechnet.

Im Wohnviertel Schlaatz sind kurz nach Bekanntwerden von Elias’ Tod Blumen, Kerzen und Kuscheltiere abgelegt worden. Quelle: dpa-Zentralbild

Prozess soll bereits Ende Juli beendet sein

Für den Potsdamer Mordprozess sind zunächst zwölf Verhandlungstage angesetzt. Der letzte ist für den 26. Juli terminiert. Silvio S. hat den Mord an dem in Berlin entführten Flüchtlingsjungen Mohamed und an dem Potsdamer Jungen Elias bei den polizeilichen Vernehmungen gestanden. Beide Kinder soll der Mitarbeiter einer Wachschutzfirma nach Angaben des Gerichts betäubt und später stranguliert haben. Die Motive sollen sexueller Natur sein. Den Flüchtlingsjungen erwürgte Silvio S. laut Gerichtsmitteilung im elterlichen Haus in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming).

Besonderen Schutz erhielt Silvio S. zeitweise schon im Gefängnis. So galt er als suizidgefährdet, außerdem wurde er in der Freistunde in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit von einem Mitgefangenen angegriffen – Silvio S. erhielt Faustschläge gegen den Hinterkopf. In der Gefängnishierarchie stehen Sexualstraftäter traditionell an unterster Stelle.

Von Ulrich Wangemann

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