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Honig wird auf Glyphosat untersucht

Pflanzenschutzmittel im Honig Honig wird auf Glyphosat untersucht

Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat darf in Honig höchstens in einer Menge von 0,05 mg vorkommen. In einer Probe, die ein Imker aus Brandenburg vorsichtshalber eingereicht hatte, wurde aber die hundertfache Menge gefunden. Nun will die Landesregierung handeln und systematisch Honig untersuchen lassen.

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Glyphosat verunreinigt Honig und führt zu Insektensterben.

Quelle: dpa

Potsdam. Nach dem Fund auffälliger Glyphosat-Rückstände in einer Einzelprobe von Honig aus Brandenburg hat Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig (Linke) weitere Untersuchungen angekündigt. Erkenntnisse zu weiteren Grenzwertüberschreitungen lägen derzeit zwar nicht vor, sagte Ludwig am Dienstag. „Im Interesse des Verbraucherschutzes werden wir aber noch in diesem Jahr ein Landesprogramm zur Untersuchung von Honig auf Glyphosat durchführen, um hier mehr Klarheit zu bekommen.“

100-fache Menge an Glyphosat als erlaubt

Ein Hobby-Imker aus Neuhausen/Spree (Spree-Neiße) hatte seinen Kornblumenhonig bereits im Winter auf Verdacht hin untersuchen lassen, nachdem er beobachtet hatte, dass die Felder in seiner Nachbarschaft gespritzt wurden. In zwei Labortests wurden Glyphosat-Rückstände gefunden, die das Hundertfache der erlaubten Höchstmenge von 0,05 mg pro Kilogramm erreichten. Der Imker musste seinen Honig aus dem Verkehr nehmen. Der hohe Gehalt sei vermutlich dadurch entstanden, dass die Bienen auf ein frisch mit Glyphosat behandeltes Feld geflogen seien, erklärte das Ministerium vergangene Woche.

NABU fordert Glyphosat-Verbot

Der Umweltverband NABU forderte die Landesregierung auf, sich für ein Verbot von Glyphosat einzusetzen und den Pflanzenschutzdienst in Brandenburg zu stärken. „Unkrautvernichtungsmittel tragen erheblich dazu bei, dass blütenbesuchende Insekten und Vögel immer weniger Nahrung finden“, sagte der NABU-Landesvize und Ökotoxikologe Werner Kratz. „Das Insektensterben schreitet dramatisch voran.“

Von dpa

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