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Hooligans greifen schwules Pärchen an

Täter flüchtet aus Polizeigewahrsam Hooligans greifen schwules Pärchen an

Ein homosexuelles Pärchen ist in Berlin brutal von Fußballfans angegriffen worden. Ein Opfer musste schwer verletzt ins Krankenhaus. Polizisten nahmen den Täter fest, doch ein weiterer Mann half bei der Flucht und stieß die Beamten beiseite. Nun landet die Attacke auf dem Tisch des Staatsanwalts – und es gibt weitere Konsequenzen.

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Ein homosexuelle Paar ging in Berlin Hand in Hand. Dann wurde es von Fußballfans attackiert.

Quelle: dpa

Berlin. Die Berliner CDU hat sich am Freitag mehrheitlich gegen eine Öffnung der Ehe für alle entschieden. Ein Schlag ins Gesicht für alle gleichgeschlechtlichen Paare in Berlin. Ebenfalls ein Schlag gegen die homosexuelle Liebe ist ein Überfall auf ein Männerpaar am Rande eines Fußballspiels in Prenzlauer Berg. Freitagabend gegen 18.25 Uhr wurden ein 37 und ein 48 Jahre alter Mann zunächst von Fußballfans beleidigt. Dann prügelte man auf den 48-Jährigen ein. Er wurde schwer verletzt.

Hand in Hand lief das homosexuelle Pärchen auf dem Gehweg über die Schönhauser Allee, als ihnen eine 20-köpfige Gruppe entgegen kam. Sie waren in Fankleidung auf dem Weg zu einem Fußballspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn Stadion. Aus der Gruppe heraus wurde das Paar plötzlich von einem 28-Jährigen beleidigt. Kurz darauf der junge Mann zu – seine Faust traf das Opfer mehrfach im Gesicht. Sein Partner lief in der Zwischenzeit zu Polizeibeamten, die gerade in der Nähe einen Verkehrsunfall aufnahmen und rief um Hilfe.

Fluch vor der Polizei

Die Beamten alarmierten die Feuerwehr, eilten herbei und nahmen den 28-Jährigen vorläufig fest. Doch das sollte noch nicht alles gewesen sein. Ein 37-jähriger Freund des Festgenommenen zog ihn mit voller Kraft von den Polizisten weg, schubste die Beamten und ermöglichte dem Täter die Flucht. Eine Hundertschaft verfolgte den Flüchtigen und nahm ihn erneut fest.

Auch der 37-Jährige kam in Polizeigewahrsam wegen Gefangenenbefreiung. Ins Fußballstadion geht es für die beiden Raudis erstmal nicht. Sie haben künftig ein Stadionverbot. Außerdem ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung, Beleidigung und Gefangenenbefreiung.

Der verletzte 48-Jährige musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Er musste im Gesicht operiert werden.

Von MAZonline

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