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Horror-Clowns in Brandenburg – das rät die Polizei

Grusel-Clowns in Brandenburg Horror-Clowns in Brandenburg – das rät die Polizei

Was tun, wenn der Horror-Clown vor einem steht? Die Brandenburger Polizei gibt dazu auf ihrer Facebookseite Ratschläge. Am Wochenende hatten an gleich mehreren Orten die Grusel-Clowns ihr Unwesen getrieben. In einem Fall ist ein Täter überführt worden. Er hatte eine Frau und ihre Tochter erschreckt.

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Auch in Brandenburg treiben Gruselclowns mittlerweile ihr Unwesen.

Quelle: dpa

Potsdam. Wegen vermehrter Nachfragen hat die Polizei Brandenburg am Wochenende auf ihrer Facebook-Seite Ratschläge für das richtige Verhalten bei Angriffen von Grusel-Clowns veröffentlicht. Demnach solle das Opfer ruhig bleiben und den Täter nicht provozieren. Auch solle man nicht versuchen, den Täter eigenmächtig zu überwältigen, sondern im Falle eines Angriffs sofort die Polizei verständigen.

Die Beamten appellieren an die Bürger: „Bitte teilen Sie keine Falschmeldungen in sozialen Netzwerken, die Ängste in der Bevölkerung schüren und sich gerade massiv verbreiten.“

Polizei geht davon aus, dass Spuk bald vorbei ist

Am Wochenende hatten in Brandenburg an gleich mehreren Orten Horror-Clowns ihr Unwesen getrieben. In Wandlitz (Barnim) konnte ein 23-jähriger Tatverdächtiger, der am Samstag gegen 22 Uhr maskiert aus einer Gruppe heraus eine Frau mit ihrer 12-jährigen Tochter erschreckte, ermittelt werden. Gegen ihn wurde eine Anzeige aufgenommen und die Clownsmaske sichergestellt.

„Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass in keinem der wenigen Fälle die Opfer ernsthaft verletzt wurden“, schreibt die Brandenburger Polizei bei Facebook. „Bei den uns bekannten Fällen handelt es sich um fantasielose Nachahmungs- und Gelegenheitstaten. Wir gehen davon aus, dass der Spuk sogenannter Horror- oder Killer-Clowns der aus den USA zu uns geschwappt ist, bald vorbei ist.“

Auf unpassende Scherze an Halloween verzichten

Weiterhin heißt es in dem Post, dass die Taten keine Kavaliersdelikte seien. Nachahmer müssten mit einer Anzeige wegen Bedrohung, Nötigung oder Körperverletzung und einer Klage wegen Zahlung von Schmerzensgeld rechnen.

Mit Blick auf bevorstehende Halloween-Feste am 31. Oktober hat die Polizei am Montag in einer Mitteilung darum gebeten nicht mit unüberlegtem Handeln, übertriebenen Gesten und Verkleidungen andere Personen in Angst und Schrecken zu versetzen. Weiter heißt es: „Wir appellieren insbesondere an junge Leute, den Trend der Grusel-Clowns nicht zu nutzen, um sich zu Halloween völlig unpassende Scherze zu erlauben. Insbesondere für ältere Menschen, die vielleicht noch an Herz- Kreislaufleiden erkrankt sind, könnten diese Scherze üble gesundheitliche Folgen haben.“

Schriftsteller Stephen King mahnt zur Vernunft

Auch die Berliner Polizei hatte am Freitag vor möglichen Folgen der Clownsangriffe gewarnt. „Ein guter Spaß sollte da aufhören, wo jeweils Andere nicht mehr darüber lachen können. Spätestens wenn es gefährlich oder sogar strafbar wird, hört er definitiv auf.“ Panik-Reaktionen von Opfern seien häufig unkontrolliert und schwer vorhersehbar. Die „Clowns“ müssten sich daher über mögliche Folgen ihrer Streiche Gedanken machen. Kleinkinder oder ältere Menschen als Opfer seien absolut nicht akzeptabel.

Die Polizei zitierte einen Twitter-Beitrag des Grusel-Schriftstellers Stephen King: „Hey, guys, time to cool the clown hysteria--most of em are good, cheer up the kiddies, make people laugh.“ (Hey Leute, es ist Zeit, die Clown-Hysterie mal wieder runterzufahren – die meisten Clowns sind freundlich, heitern Kinder auf und bringen Menschen zum Lachen.) Kings Horror-Roman „Es“ von 1986 erzählt die Geschichte von sieben Kindern, die sich gegen eine Clique gewalttätiger Jungen zur Wehr setzen müssen und gemeinsam den Kampf gegen ein namenloses Monster (Es) aufnehmen – dieses tritt meist in der Gestalt eines gruseligen Clowns auf.

Versicherungsexperten raten zu Besonnenheit

Aus immer unterschiedlicheren Richtungen kommen nun Hinweise, wie man sich beim Aufeinandertreffen mit einem Grusel-Clown richtig verhält. Experten der Arag-Versicherung raten beispielsweise zur Besonnenheit. Die Reaktion müsse immer von der Situation abhängig gemacht werden: „Denn wenn Sie einen ’unschuldigen’ Horror-Clown angreifen und womöglich verletzen, dann wäre das eine Körperverletzung. Ein Gegenangriff wäre nur Notwehr, wenn die verkleidete Person Sie auch tatsächlich angreift“, schreiben die Versicherer. Dann habe ein Opfer auch das Recht, sich entsprechend zur Wehr zu setzen. Eine Notwehrhandlung ist ein gerechtfertigter Eingriff in die Rechtsgüter des Angreifers und damit kein strafbares Unrecht.

Von MAZonline, dpa

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