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Horst Mahler zurück in Brandenburg

Rechtsextremist ausgeliefert Horst Mahler zurück in Brandenburg

Nach seiner Flucht vor den deutschen Behörden nach Ungarn ist Horst Mahler zurück in Deutschland. Der frühere RAF-Gründer, der zum Rechtsextremisten und Holocaust-Leugner wurde, wird wieder im Gefängnis Brandenburg/Havel untergebracht. Dort hat er schon Jahre gesessen – wegen rechter Hetze.

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Horst Mahler im Gewahrsam.

Quelle: dpa

Brandenburg/Havel. Der frühere RAF-Gründer und verurteilte Holocaust-Leugner Horst Mahler ist zurück in Deutschland. Mit einem Air-Berlin-Flug landete der vom Links- zum Rechtsextremisten gewandelte Ex-Anwalt um 12.26 Uhr auf dem Flughafen Berlin Tegel – sein Flug hatte eine gute Viertelstunde Verspätung. Der 81-Jährige war Mitte April abgetaucht, als er eine vorübergehend ausgesetzte Freiheitsstrafe erneut antreten sollte. Seine Flucht führte ihn bis nach Ungarn, wie er nach eigenen Angaben um Asyl bat. Von ungarischer Stelle allerdings hieß es, ein solcher Antrag sei nie eingegangen. Mit Hilfe deutscher Zielfahnder wurde der Rechtsextremist Mitte Mai in der ungarischen Grenzstadt Sopron festgenommen. Heute überstellten ihn die ungarischen Behörden auf dem Budapester Flughafen deutschen Behördenvertretern.

Mahler hat noch rund drei Jahre Freiheitsstrafe abzusitzen, da er 2009 wegen mehrfacher Volksverhetzung und Leugnung des Holocaust zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Selbst aus der Justizvollzugsanstalt Brandenburg/Havel heraus verfasste er noch ein antisemitisches Pamphlet. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes wurde er 2015 vorübergehend aus der Haft entlassen, musste aber nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg (OLG) wieder einrücken – dem entzog er sich durch Ausreise.

Nun kommt Mahler zurück in die mit einem Haftkrankenhaus ausgestattete Anstalt in Brandenburg/Havel. „Er wird zunächst vom Amtsarzt untersucht“, sagte Brandenburgs Justizsprecher Uwe Krink. Mahler leidet unter anderem an Diabetes. Ihm wurde ein Unterschenkel abgenommen. Seine Familie hält ihn für nicht haftfähig.

Von Ulrich Wangemann

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