Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Hospizarbeit in Brandenburg bei Thementag gewürdigt
Brandenburg Hospizarbeit in Brandenburg bei Thementag gewürdigt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:01 13.10.2018
Quelle: Bernd Gartenschläger
Frankfurt/Oder

Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) hat die ehrenamtliche Hospizarbeit gewürdigt. Für die Begleitung Sterbender sei dieses Engagement unverzichtbar, erklärte Karawanskij am Sonnabend anlässlich des 9. Brandenburgischen Hospiztag in Frankfurt/Oder. Die Ehrenamtler leisteten einen großen Dienst.

Karawanskij: Kooperation zwischen ambulanten Hospizdiensten und stationärer Pflege verbessern

Rund 1.500 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer gibt es demnach in Brandenburg. „Sie setzen sich dafür ein, dass Schwerstkranke in Würde sterben können. Und sie bringen immer wieder in Erinnerung, dass wir nicht über den sterbenden Menschen, sondern mit ihm sprechen müssen“, sagte die Ministerin.

Verbesserungspotenzial sieht Karawanskij unterdessen bei der Kooperation zwischen ambulanten Hospizdiensten und Einrichtungen der stationären Pflege. Die Angebote müssten ausgebaut und kulturelle, religiöse und psychosoziale Unterschiede stärker berücksichtigt werden, betonte die Ministerin. Auch sozial und finanziell benachteiligte Menschen sollten Zugang zu einer umfassenden Begleitung und Unterstützung erhalten.

25 ambulante Hospizdienste in Brandenburg

In Brandenburg gibt es den Angaben zufolge 25 ambulante Hospizdiensten, die Sterbende auf ihrem letzten Weg begleiten. Zehn Palliativ-Care-Teams bieten spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Schwerstkranke in deren Zuhause an, wie es weiter hieß. Stationär könnten Sterbende in zehn Hospizen mit 113 vollstationären Plätzen betreut werden, in Potsdam, Cottbus, Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel, Lauchhammer, Lehnin, Eberswalde, Oranienburg, Neuruppin und Luckenwalde. Geplant seien weitere Hospize in Mahlow und Luckau sowie ein Kinderhospiz in Burg.

Hospiztag unter dem Motto „Kunst und Tod“

Der Brandenburgische Hospiztag findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Kunst und Tod“. Angeboten wurden dazu unter anderem Workshops zum Tod in der Malerei, zum Totentanz und zum Thema „Sterben wie im Kino“. Veranstalterinnen sind die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und die Wichern Diakonie Frankfurt/Oder. Erwartet wurden etwa 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ziel des Hospiztages war es unter anderem, in Brandenburg über die Möglichkeiten zur Versorgung schwerstkranker Menschen zu informieren. Zudem sollten mehr Brandenburger für dieses Ehrenamt gewonnen werden.

In Deutschland entstand das erste moderne stationäre Hospiz den Angaben zufolge im Jahr 1986 in Aachen. In Brandenburg wurde das erste Hospiz im Jahr 1997 in Cottbus eröffnet.

Von epd

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke tritt bei der Landtagswahl 2019 als SPD-Direktkandidat im Wahlkreis 41 in Südbrandenburg an. Alle anwesenden und zuständigen Delegierten nominierten am Samstag den Regierungschef.

13.10.2018

Die AfD stellt vor wichtigen Wahlen und angesichts drohender Beobachtung durch den Verfassungsschutz eine Abgrenzung zu Rechtsextremen zur Schau – und geriert sich als Opfer von Ausgrenzung.

13.10.2018

Jeder dritte Student in Brandenburg studiert zu lange. Einen Anlass für die Einführung von Strafgebühren sieht das Land deswegen nicht - stattdessen wird auf die persönliche Beratungen gesetzt.

13.10.2018