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Hundehasser legt Würstchen mit Rasierklingen aus

Cottbus Hundehasser legt Würstchen mit Rasierklingen aus

Und wieder hat in Brandenburg ein Hundehasser gefährliche Leckerlis ausgelegt. Dieses Mal in Cottbus. Dort hat ein Hundehasser mit Rasierklingen gespickte Würstchen ausgelegt. In Brandenburg gab es in den vergangenen immer wieder vergleichbare Fälle.

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Symbolbild – ähnliche Köder hat ein Hundehasser in Cottbus ausgelegt.

Quelle: dpa

Cottbus. Ein mutmaßlicher Hundehasser hat in Cottbus-Sachsendorf Leckerlis und Hackfleischbrocken gespickt mit Nägeln und Rasierklingen ausgelegt. Eine Anwohnerin hatte am Samstag die Beweisstücke gesichtet und die Polizei verständigt, wie ein Behördensprecher am Sonntag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen kam durch diese Köder kein Tier zu Schaden. Die Polizei suchte weite Bereiche ab, und es wurden alle ausgelegten Köder eingesammelt. Hinweise auf den unbekannten Tierhasser gibt es leider nicht, so der Sprecher. Gegen ihn wird jetzt wegen versuchter Tierquälerei ermittelt.

Was tun im Ernstfall?

Verschlucken Hunde Rattengift , ist das ein akuter tiermedizinischen Notfall.

Je nach Dosis des Giftes zeigen sich die Beschwerden meist erst nach mehreren Stunden.

Das Gift wirkt schleichend , denn vergiftete Ratten sollen lange genug leben, dass auch andere Ratten Gift fressen. Eine tote Ratte schreckt andere Ratten ab.

Das Gift macht Adern und Organe stark blutdurchlässig ; das Tier verblutet nach innen. Vitamin K kehrt den Prozess um.

Mögliche Symptome sind Erbrechen, Unruhe, Durchfall, blasses Zahnfleisch, unregelmäßiger Herzschlag, Muskelzucken und Atembeschwerden.

Ohne lebensrettende Maßnahmen durch den Tierarzt droht dem Hund der Tod, oder er trägt schwere Schäden davon. Zeigen sich erste Symptome einer Vergiftung, sollte sofort eine Probe des Köders gesichert und dem Tierarzt übergeben werden.

Ist bereits bekannt , dass in der Gegend Giftköder verteilt wurden, muss der Tierarzt auch dazu unbedingt informiert werden.

Wurde der Hund beim Verzehr des Köders beobachtet , darf auf keinen Fall selber Erbrechen provoziert werden. Das Tier darf keine Maulschlinge angelegt bekommen.

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung , MUSS der Hund zum Tierarzt, denn nur der kann das Tier kontrolliert erbrechen lassen.

Bewusstlose Tiere sind sofort in die stabile Seitenlage zu bringen. Ist der Hund wach, muss man ihn und sich selbst beruhigen.

Die Fahrt zum Tierarzt sollte so schnell wie möglich erfolgen. Ist der Tierhalter zu aufgeregt, um Auto zu fahren, sollten Bekannte und Freunde helfen.

Es ist ratsam , vorher mit dem Tierarzt zu telefonieren, um sicherzustellen, dass die Praxis auf ist.

Viele Hunde verschlingen unterwegs Gefundenes in Sekundenschnelle.

Nicht nur beim Spaziergang , sondern in der Wohnung, dem Garten oder der Garage, lauern allerlei chemische Gefahren.

Die Vergiftung eines Tieres ist Tierquälerei und strafbar.

Ein Tierquäler ist jemand, der „ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt“. Dies wird mit bis zu drei Jahren Haft bestraft.

Die Stadt sieht das Vergiften als Ordnungswidrigkeit, die bis zu 25 000 Euro kostet.

Im September hat ein Unbekannter in Velten, im Kreis Oberhavel, Giftköder ausgelegt. Ein Hund musste sich davon erbrechen. Wochen zuvor war es ganz in der Nähe zu einem ähnlichen Fall gekommen.

Weitere Fälle aus den vergangenen Monaten

Juni 2015: Anwohner finden im Potsdamer Wohngebiet Schlaatz mit Rasierklingen versehene Wurststücke

Februar 2015: Warnung vor Giftködern in Ludwigsfelde Hundebesitzer haben Angst um ihre Tiere

November 2014: In Großbeeren (Teltow-Fläming) werden mit Rattengift versetzten Würstchen und Fleischbällchen ausgelegt

November 2014: Französische Bulldogge bei Schildow (Oberhavel) vergiftet

Mai 2014: Hundehasser treiben in Zossen (Teltow-Fläming) und Dabendorf ihr Unwesen

Februar 2014: Vergiftete Fleischbällchen in Großbeeren (Teltow-Fläming)

November 2013: Lecker, aber tödlich: Hundehasser legen in Velten (Oberhavel) Giftköder aus

August 2013: Mischling „Socke“ verblutet in Potsdam innerlich und stirbt qualvoll an Rattengift

Juli 2011: In Rangsdorf (Teltow-Fläming) verenden einige Hunde auf qualvolle Weise.

Von Georg Russew (dpa), MAZonline

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