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Hundeparasit im Havelland

Mücken übertragen gefährliche Larven Hundeparasit im Havelland

Dirofilaria immitis ist im Havelland angekommen: Der Hundeherzwurm ist erstmalig in Deutschland nachgewiesen worden. Der Parasit wird von Stechmücken auf Hunde übertragen. Die Larven greifen die Lungen und das Herz der Tiere an und richten dabei lebensbedrohliche Schäden an.

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Hundeherzwurm in deutschen Mücken nachgewiesen

Potsdam. Ein im Mittelmeerraum heimischer Hundeparasit ist erstmals in deutschen Stechmücken nachgewiesen worden. Der Hundeherzwurm (Dirofilaria immitis) sei in Mücken im Breisgau (Baden-Württemberg) und im Havelland (Brandenburg) entdeckt worden, teilten das Friedrich-Loeffler -Institut (FLI) und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) am Donnerstag mit.

Die Mücken können die Larven der Würmer mit ihrem Stich auf Hunde übertragen. Im Körper der Vierbeiner wird der Fadenwurm geschlechtsreif und bringt neue Larven hervor. Ausgewachsene Parasiten dringen bis in die Lungenarterien und die rechte Herzkammer vor, wo sie massiven Schaden anrichten können. Eine Infektion von Hunden in Deutschland sei bislang jedoch noch nicht bekannt, heißt es in der Mitteilung.

Dirofilaria immitis ist im Mittelmeerraum weit verbreitet. Klimaveränderungen und der internationale Hundehandel könnten den Parasiten bis nach Deutschland gebracht haben, mutmaßen die Institute. Für den Menschen sei der Wurm in der Regel nicht gefährlich.

Schon im Sommer wurde in Brandenburg ein anderer gefährlicher Parasiten in Stechmücken entdeckt. Hamburger Wissenschaftler hatten in der Mark gefährliche Larven des Hundehautwurms (Dirofilaria repens) nachgewiesen. Es war der erste Fund dieser Art in Deutschland. Bisher wurde der Parasit nur in Südeuropa, Afrika und Asien nachgewiesen.„Klimaveränderung und die Einfuhr infizierter Hunde aus Südeuropa können Ursachen für eine Etablierung sein“, teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin mit. In seltenen Fällen könnten Stechmücken die Infektion auf Menschen übertragen und etwa eine Hirnhautentzündung auslösen. Bisher sei aber auch in diesem Fall keine in Deutschland erworbene Infektion bekanntgeworden.

MAZ/dpa

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