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Brandenburg Hunderte auf Sternmarsch für Frieden in Cottbus
Brandenburg Hunderte auf Sternmarsch für Frieden in Cottbus
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12:08 19.02.2018
Sternmarsch für Frieden in Cottbus. Quelle: dpa
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Cottbus

Hunderte Menschen haben mit einem Sternmarsch in Cottbus ein Zeichen für Frieden nach der Gewalt zwischen Deutschen und Flüchtlingen in der Stadt gesetzt. Aus verschiedenen Richtungen kamen Gruppen am Donnerstagabend zur Oberkirche in der Innenstadt. Der Verein «Cottbuser Aufbruch», der zu dem Sternmarsch aufgerufen hatte, sprach von weit mehr als 1000 Menschen. Auch zahlreiche Landespolitiker beteiligten sich. Dazu zählten Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Finanzminister und Linken-Chef Christian Görke, Sozialministerin Diana Golze (Linke) und Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben.

Dietmar Woidke auf dem Sternmarsch in Cottbus. Quelle: dpa

Bei einer Kundgebung auf dem Vorplatz der Kirche betonte der evangelische Bischof Markus Dröge, dass es in Cottbus ein großes Engagement bei der Integration von Flüchtlingen gebe. Der Oberbürgermeister der Stadt, Holger Kelch (CDU), sagte mit Blick auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen: «Wir sind nicht gespalten, wir sind vereint.» Er sei überzeugt davon, dass die eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich sein werden, sagte Kelch.

Nachdem in den vergangenen Monaten wiederholt Angriffe auf Flüchtlinge und Angriffe von Flüchtlingen für Aufsehen gesorgt hatten, wurde die Polizeipräsenz verstärkt. Zudem soll es mehr Sozialarbeiter in der Stadt geben.

Klare Botschaft. Quelle: dpa

Viele Menschen in Cottbus fürchten, dass das Image der Stadt dauerhaft leiden könnte. Mit dem Sternmarsch am Jahrestag der Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg sollte ein Zeichen des friedlichen Miteinanders gesetzt werden.

Seit Jahren wird am 15. Februar mit einer Demonstration an den Jahrestag der Bombardierung erinnert. Diese war vor Jahren als Gegenpol zu rechten Aufmärschen initiiert worden. In diesem Jahr war kein solcher Aufmarsch im Vorfeld angemeldet worden, wie die Polizei mit Stand Donnerstagmittag mitteilte.

Von Marion van der Kraats

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