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Brandenburg Hunderte demonstrieren in Brandenburg für bessere Kita-Betreuung
Brandenburg Hunderte demonstrieren in Brandenburg für bessere Kita-Betreuung
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01:31 02.06.2018
Hunderte Kinder, Erzieher und Eltern haben am Mittwoch vor dem Brandenburger Landtag für bessere Betreuungsbedingungen demonstriert. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Mit bunten Luftballons, Trillerpfeifen und Rasseln haben mehrere Hundert Kita-Erzieher, Eltern und Kinder am Mittwochmorgen vor Beginn der Plenumssitzung in Potsdam für die Finanzierung längerer Betreuungszeiten protestiert. Mit Plakaten wie „Unsere Hände für mehr Erzieher*innen-Hände“ und „Unser Recht auf gute Bildung und Betreuung“ zogen sie vor den Landtag.

Angemeldet waren 900 Demonstranten. Aus ganz Brandenburg, unter anderem aus Cottbus, Frankfurt/Oder, Bernau und Senftenberg, waren die Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Kinder nach Potsdam angereist. Aufgerufen zu dem Protest hatten der Paritätische Landesverband, der AWO Landesverband, das Deutsche Rote Kreuz, Caritas, Diakonie sowie Fröbel und die Bildungsgewerkschaft GEW. Die Angestellten der Freien Träger forderten von der Politik mehr Unterstützung, um die Finanzierung für längere Betreuungszeiten zu sichern.

„Von der Politik wird unterschätzt, wie belastet die Kita-Erzieher wirklich sind“, sagte der Fröbel-Chef Stefan Spieker am Rande der Protest-Aktion. Die aktuellen Regelungen im Kita-Gesetz spiegelten längst nicht mehr die Realität in vielen Kindertagesstätten wider, die mit gleichem Personal immer längere Betreuungszeiten abdecken müssen. Die Fröbel-Gruppe hatte sich selbst beim Land angezeigt wegen extremen Personalmangels.

Bildungsministerin übt scharfe Kritik an den freien Trägern

Der Landtag will am Mittwoch den Einstieg in die beitragsfreie Kita beschließen. Vom 1. August an sollen die Eltern zunächst für das jeweils letzte Kita-Jahr kein Geld mehr zahlen müssen.

Scharfe Kritik an dem Protest der Freien Träger übte Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Sie kam wie viele andere Landtagspolitiker auf den Alten Markt, um mit den Prostestierenden ins Gespräch zu kommen. „Alle die hier demonstrieren, wissen, dass heute im Landtag ein tolles Gesetz beschossen wird.“ In der Finanzierungsfrage nach mehr Geld seien die Freien Träger nicht ehrlich. „Das Land ist hier nicht der einzige Ansprechpartner.“ Die Ministerin stellte jedoch Verbesserungen in Aussicht. „Es wird etwas kommen, was auf den längeren Betreuungsbedarf reagiert.“

Von Diana Bade

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