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600 Metaller streiken bei ZF in Brandenburg

Tarifkonflikt in Metall- und Elektroindustrie 600 Metaller streiken bei ZF in Brandenburg

600 Arbeitnehmer haben sich am Donnerstag an dem Warnstreik beim Getriebehersteller ZF in Brandenburg beteiligt, zu dem die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen hatte. Die Kernforderungen: Mehr Lohn und eine Angleichung der Arbeitszeiten in Ost und West.

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Mehrere hundert Mitarbeiter vom ZF-Getriebewerk in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) streiken am 04.01.2018 vor dem ZF Haupttor .

Quelle: dpa

Brandenburg/Havel. Der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie macht sich auch in Brandenburg bemerkbar. Am Donnerstag beteiligten sich Beschäftigte des Auto-Getriebeherstellers ZF Getriebe Brandenburg GmbH in Brandenburg an der Havel an einem Warnstreik, wie die IG Metall mitteilte. Laut Gewerkschaft, die zu der Arbeitsniederlegung aufgerufen hatte, zog es am Vormittag rund 600 Arbeitnehmer vor das Werkstor.

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600 Arbeitnehmer haben sich am Donnerstag an dem Warnstreik beim Getriebehersteller ZF in Brandenburg beteiligt, zu dem die Gewerkschaft IG Metall aufgerufen hatte. Die Kernforderungen: Mehr Lohn und eine Angleichung der Arbeitszeiten in Ost und West.

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ZF findet Streik „nicht zielführend“

Ein Sprecher des Konzerns ZF Friedrichshafen AG, zu dem der Standort gehört, sagte: „Es ist nicht zielführend, jetzt Druck auf Verhandlungen zu machen, die noch gar nicht richtig begonnen haben, denn solche Aktionen schädigen am Ende alle in unserer Industrie: Zulieferer, Hersteller, Verbraucher und auch die Mitarbeiter.“

Die Forderungen der IG Metall

In Deutschlands Schlüsselindustrie sind insgesamt 3,9 Millionen Menschen beschäftigt. Die Arbeitgeber hatten bislang ein Lohnplus von zwei Prozent im April angeboten, zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März. Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht auf eine vorübergehende Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden. Dabei sollen bestimmte Gruppen - etwa Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder und Angehörige von Pflegebedürftigen - einen Teillohnausgleich erhalten.

Olivier Höbel, Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, nannte es nicht akzeptabel, dass die Ost-Metaller wöchentlich drei Stunden länger arbeiten müssen. „Das ist ein Monat kostbare Lebenszeit im Jahr und bezogen auf ein Arbeitsleben arbeiten ostdeutsche Kolleginnen und Kollegen für das gleiche Geld drei Jahre länger.“

Warnstreik-Aufruf auch bei Porsche in Stuttgart

Auch beim Autobauer Porsche in Stuttgart war am Donnerstag ein Warnstreik geplant. In der Metall- und Elektroindustrie sind bundesweit 3,9 Millionen Menschen beschäftigt. Erste Warnstreiks hatte es am Dienstag in Hannover und Salzgitter gegeben.

Die Arbeitgeber haben bislang ein Lohnplus von zwei Prozent im April angeboten, zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März.

Von Anna Ringle

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