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Brandenburg IHK-Affäre wird zur Schlammschlacht
Brandenburg IHK-Affäre wird zur Schlammschlacht
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00:18 02.03.2016
Ex-IHK-Chefs Victor Stim­ming und Rene Kohl (r.) Quelle: FOTO: B. G.
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Potsdam

Die gerichtliche Aufarbeitung der IHK-Affäre geht in die nächste Etappe. Der langjährige IHK-Präsident Victor Stimming, dem die Staatsanwaltschaft Untreue vorwirft und der in einem parallelen Zivilverfahren 300 000 Euro an die Industrie- und Handelskammer zurückzahlen soll, will den früheren IHK-Hauptgeschäftsführer René Kohl mit in die Haftung nehmen. Dazu hat Stimming Kohl formell den Streit erklärt – ein zivilrechtlicher Zug, um den künftigen Hauptzeugen Kohl unter Druck zu setzen. Die Logik: Muss Stimming zahlen, dann will er Kohl verklagen. Stimming argumentiert, sein langjähriger hauptamtlicher Geschäftsführer trage erhebliche Verantwortung für die ihm, Stimming, zur Last gelegten Unregelmäßigkeiten. Hingegen hatte die Staatsanwaltschaft schon vor Monaten das Verfahren gegen Kohl eingestellt, weil sie in Stimming den Hauptverantwortlichen für die barocke Amtsführung in der IHK sieht.

Stimming wird vorgeworfen, eine IHK-Sekretärin in seinem eigenen Baubetrieb beschäftigt zu haben (117 000 Euro Schaden für die IHK). Außerdem soll er sich überzogene Aufwandsentschädigungen für Gremiensitzungen zahlen lassen haben (120 000 Euro). Sein Dienstwagen sei auf privaten Fahrten nicht korrekt versteuert gewesen (36 000 Euro).

Von Ulrich Wangemann

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