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Brandenburg Potsdams neues Bankenviertel
Brandenburg Potsdams neues Bankenviertel
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08:19 11.12.2014
So soll das neue Bankenquartier gegenüber von Potsdams Hauptbahnhof aussehen. Quelle: ILB
Potsdam

Es ist eines der größten Bauprojekte Brandenburgs – wenn man vom konkurrenzlos teuren Flughafenbau in Schönefeld (Dahme-Spreewald) absieht: Die Investitions- und Landesbank Brandenburg (ILB) plant im Herzen der Landeshauptstadt Potsdam einen millionenschweren Neubau.Nach jahrelangen Diskussionen findet heute der Spatenstich für das Projekt statt. Die Kosten sollen bei maximal 94 Millionen Euro liegen. Finanzminister Christian Görke (Linke) weiß, dass Großprojekte in Brandenburg derzeit nicht allzu gut beleumundet sind. Deswegen betont er: „Die ILB ist Bauherr und Investor. Dem Steuerzahler entstehen keine Kosten.“ Die Bank will ihren Neubau mit Eigenmitteln und Krediten selbst finanzieren.

„Das ist die Zäsur eines langen Weges“, sagt Görke. Tatsächlich schwelt die Debatte um einen Umzug und Neubau seit Jahren. Das Grundstück vis-à-vis des Potsdamer Hauptbahnhofs hatte die ILB schon 2010 erworben. Erst in diesem Herbst gab der Verwaltungsrat dann grünes Licht für das Bauprojekt. „Es gab sorgfältige Abwägungen, ob man Mieter bleibt, die Immobilie erwirbt oder neu baut“, erklärt Görke. Letztlich fiel die Entscheidung für den Neubau. Und zwar aus guten Gründen, wie Görke betont.

Gute Gründe für den Neubau

Seit 20 Jahren wohnt die ILB zur Miete in einem Hochhaus samt Nebengelagen am Rande Potsdams. Von den oberen Stockwerken aus hat man zwar einen schönen Blick auf die Parforceheide, die Idylle hat jedoch ihren Preis: Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen, das Gelände kann nicht erweitert werden, die Parkplatznot ist groß. Und die Bank ist mit ihren Aufgaben gewachsen. Sie teilt sich das Gelände mit der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), zu der jüngst noch die Mitarbeiter der ihr zugeschlagenen Landesagentur für Struktur und Arbeit (Lasa) gekommen sind. 520 eigene Mitarbeiter, dazu etwa 110 ZAB-Leute und 70 von der Lasa, rechnet ILB-Vorstandschef Tillmann Stenger vor. „Wir haben hier schon weitere Gebäude anmieten müssen“, erklärt er. Jetzt aber, da der Mietvertrag ohnehin Ende 2016 auslaufe, biete sich mit dem Neubau in der Stadtmitte eine große Chance. Die neue Residenz sei nicht nur verkehrsgünstiger und biete kurze Wege in den Landtag oder in die Ministerien. Sie setze auch das Konzept der „One-Stop-Agency“ architektonisch um, als die sich die Förderinstitutionen ILB, ZAB und Lasa inzwischen verstehen, betont er.

Glaspavillons in Bestlage

Das Konzept stammt von „KSP Jürgen Engel Architekten“, die ein dreiteiliges Pavillonensemble planen. In der Bestlage an den Ufern von Havel und Nuthe sollen drei große Glaskuben mit lichtdurchfluteten Innenhöfen entstehen. Sie sollen nicht höher als der Bahnhof sein, um den Blick vom nahe gelegenen Brauhausberg, wo einst der Landtag residierte, auf die Innenstadt nicht zu behindern. Es sind nicht nur ästhetische Gründe, die Tillmann Stenger, Vorstandschef der ILB, überzeugen: Sollte sich die Bank in der Zukunft verkleinern, kann ein Kubus vermietet werden. Sollte sie wachsen, stünde noch eine Parkplatzfläche zur Erweiterung bereit, erklärt er.
Noch sind die Bauaufträge nicht ausgelöst, sie werden Anfang des kommenden Jahres vergeben. Ende 2016 will die Bank dann umziehen.

Von Torsten Gellner

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