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Brandenburg „Ich habe gesehen, wie jemand verbrannte“
Brandenburg „Ich habe gesehen, wie jemand verbrannte“
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16:38 14.10.2015
Die Trauer um Maria P. und ihr Ungeborenes war groß. Hier wurden sie ermordet – in einem Berliner Waldstück. Quelle: dpa
Berlin

Dieser Fall aus Berlin hat ganz Deutschland erschüttert: Eine junge Frau, Maria P., gerade 19 Jahre alt, ist bei lebendigem Leibe verbrannt. Mit ihr starb auch das ungeborene Kind. Sie war hochschwanger. Derzeit stehen ihre beiden mutmaßlichen Mörder, Eren T. und Daniel. M. vor Gericht.

Kindesvater wollte „seine Freundin loswerden“

Daniel L. hatte sich nach der Tat seiner Freundin anvertraut, kam nun am Mittwoch im Prozess heraus. Die 22-Jährige Lebenspartnerin sagte am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht als Zeugin, ihr Partner habe berichtet, dass er der Frau noch helfen wollte. Für den Feuertod der im achten Monat Schwangeren sei der Mitangeklagte verantwortlich, habe er erklärt. Eren T., der Erzeuger des toten Kindes, habe bereits früher geäußert, „dass er seine Freundin loswerden will“.

Eren T. wollte ein Problem weniger und seine „Freundin loswerden“. Quelle: dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 20-jährigen Angeklagten, darunter der Vater des toten Kindes, gemeinschaftlichen, heimtückischen und grausamen Mord vor. Sie sollen die 19-Jährige am Abend des 22. Januar in einen Wald im Stadtteil Köpenick gelockt haben. Dort sei sie geschlagen, niedergestochen, mit Benzin übergossen und angezündet worden. Laut Anklage sollte mit dem Verbrechen die Geburt des Kindes verhindern.

Daniel M. war „fix und fertig“

Die Zeugin sagte, ihr Partner sei „fix und fertig“ gewesen. „Ich habe gesehen, wie jemand verbrannte“, habe er zu ihr gesagt. Der Mitangeklagte habe die Frau mit Benzin übergossen. Er habe ihr nicht mehr helfen können. Ihren Lebensgefährten, der Vater ihrer beiden kleinen Kinder ist, beschrieb sie als „sehr kinderlieb und extrem hilfsbereit“.

Daniel M. sei „fix und fertig“ nach der grausamen Tat gewesen. Quelle: dpa

Die Angeklagten haben vor Gericht geschwiegen. Bei der Polizei hatten sie sich gegenseitig der Tat bezichtigt. Der Prozess wird am 2. November fortgesetzt. Insgesamt sollen 70 Zeugen befragt werden, um zu klären, was am 22. Januar geschah und warum Maria P. und ihr Ungeborenes so grausam sterben mussten.

Von MAZonline und dpa

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