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Immer mehr Fahrgäste bei Bussen und Bahnen

VBB-Verbundbericht 2016 Immer mehr Fahrgäste bei Bussen und Bahnen

Der öffentliche Nahverkehr in Brandenburg und Berlin wird immer beliebter: 3,8 Millionen Fahrgäste waren im vergangenen Jahr täglich mit den Bussen und Bahnen in Brandenburg und Berlin unterwegs – so viele wie nie zuvor. Doch mit der Zufriedenheit der Kunden hapert es zum Teil, wie aus dem heute veröffentlichten Bericht des Verkehrsverbundes hervorgeht.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Berlin. Der öffentliche Nahverkehr in Brandenburg und Berlin wird immer beliebter, auch bei Berufspendlern. Im vergangenen Jahr waren täglich 3,81 Millionen Fahrgäste mit Bussen und Bahnen unterwegs, wie aus dem heute veröffentlichten Bericht des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) hervorgeht. Das sind zwei Prozent mehr Fahrgäste im Vergleich zum Jahr 2014.

Immer mehr Pendler

Eine große Gruppe unter den Fahrgästen sind die Berufspendler. Immer mehr von ihnen nutzen den öffentlichen Nahverkehr. Im vergangenen Jahr waren es 281.100, das sind 3,3 Prozent mehr als 2014. Es pendeln mehr Menschen von Brandenburg nach Berlin (199.227) als umgekehrt (81.873).

Mit insgesamt 1,344 Milliarden Euro verzeichnen die 44 Unternehmen im VBB auch bei den Einnahmen ein sattes Plus in Höhe von 5,5 Prozent.

PlusBus ein Erfolg

Seinen Anteil an der Fahrgaststeigerung leistet der sogenannte PlusBus. PlusBusse garantieren eine Übergangszeit von Bus zu Bahn und umgekehrt von 15 Minuten und verbinden bereits die Städte Brandenburg an der Havel, Bad Belzig und Potsdam sowie Kyritz, Neuruppin und Rheinsberg. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark hat die Einführung des PlusBusses im vergangenen Jahr zur einem Fahrgastzuwachs von zehn Prozent geführt. Der Verkehrsverbund plant, die PlusBus-Linien demnächst auszubauen, zunächst in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Barnim.

Zufriedenere Kunden – außer bei der S-Bahn

Die Zufriedenheit der Kunden ist laut VBB-Bericht leicht gestiegen - sowohl was Pünktlichkeit als auch Sicherheit auf den Bahnhöfen und in den Zügen angeht. Dennoch sieht der VBB Handlungsbedarf. So sollen die Barrierefreiheit auf Bahnhöfen weiter ausgebaut und die Fahrgastinformation an kleinen Stationen verbessert werden. Auch soll die Aufenthaltsqualität verbessert werden, zum Beispiel durch einen Wetterschutz, der bisher an jeder vierten Station fehlt.

Die Bilanz der S-Bahn Berlin, die zum VBB gehört, fällt weniger günstig aus. Im Jahr 2015 hat das Unternehmen die vertraglichen Vorgaben bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit nicht erfüllen können. Als Gründe werden unter anderem hitzebedingte Ausfälle und der Streik im Frühjahr genannt. Dementsprechend sind auch die Kunden leicht unzufriedener als noch im Jahr 2014.

Finanzierung des Nahverkehrs mittelfristig gesichert

Die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs sieht der VBB mittelfristig gesichert. Die Länder erhielten 2015 vom Bund 7,4 Milliarden Euro; 2016 sind es 8,2 Milliarden Euro. Zusätzlich sollen die Bundesländer im Osten bis 2031 zusätzliche Gelder in Höhe von 199 Millionen Euro pro Jahr zur Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs erhalten. Doch die Rechtsverordnung dazu steht noch aus.

Der Verbund-Bericht des VBB online >

Von MAZonline

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