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"Immobilienhaie zu Fischmehl"

Erneuter Protest gegen Teilabriss der East Side Gallery in Berlin "Immobilienhaie zu Fischmehl"

Berlin - Mehrere hundert Menschen haben in Berlin erneut gegen die Zerstörung der East Side Gallery protestiert. Vor dem Roten Rathaus bauten sie dazu am Donnerstag bemalte Styropor-Mauerteile auf.

Unterdessen verteidigt einer der Investoren am Spreeufer nochmals den weiteren Teilabriss des Mauerkunstwerks.

Bei der Demonstration gegenüber dem Amtssitz von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wurden Transparente mit Aufschriften wie „East Side Gallery retten“ oder „Immobilienhaie zu Fischmehl“ gezeigt. Zu der Aktion, die nach Polizeiangaben friedlich verlief, hatte das Bündnis „East Side Gallery retten“ aufgerufen. Mitinitiator Lutz Leichsenring warf dem Senat bereits im Vorfeld eine ungenügende Bereitschaft vor, „stadtentwicklungspolitische Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu korrigieren“.

Der Vorsitzende der Künstlerinitiative East Side Gallery, Kani Alavi, zeigte sich weiter skeptisch, ob das von ihm 1990 angeregte Kunstwerk erhalten bleibe. Die Stadt müsse ihr historisches Erbe schützen, forderte er. Alavi hatte am Vortag angekündigt, aus Protest gegen den Abriss das Bundesverdienstkreuz zurückzugeben, das er 2011 für sein Engagement zum Fortbestand der Galerie erhalten hatte.

Der US-Sänger und Schauspieler David Hasselhoff schlug indes auf Twitter ein Konzert für den Erhalt der Mauergalerie vor. Er hatte sich bereits vor Wochen in die Schar der Demonstranten eingereiht, als die Entfernung eines ersten Mauerteils eine riesige Protestwelle auslöste. dapd

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