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In Brandenburg fehlen Asyl-Sachbearbeiter

Vakante Behördenstellen In Brandenburg fehlen Asyl-Sachbearbeiter

In den Ämtern stauen sich die Aktenberge: 400.000 Flüchtlinge warten weiter auf ihren Asylbescheid, weitere 300.000 konnten noch nicht einmal einen Antrag stellen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge braucht deshalb dringend mehr Personal. Aber das ist gar nicht so einfach zu finden. Allein in Brandenburg sind weniger als die Hälfte der geplanten neuen Stellen besetzt.

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Es gibt viel zu tun – das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sucht weiter Mitarbeiter.

Quelle: dpa

Potsdam. Für die Bearbeitung von Asylanträgen fehlen bundesweit noch immer Tausende Sachbearbeiter. Allein in Brandenburg sind bislang lediglich 83 von 171 avisierten Stellen besetzt, wie „Die Welt“ unter Berufung auf interne Dokumente des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) berichtete. Bundesweit haben demnach erst 3500 von 5500 Mitarbeitern ihren Dienst angetreten.

Das Bamf hat die Zahlen bestätigt. Allerdings verwies die Behörde darauf, dass es für 1200 der 2000 fehlenden Mitarbeiter bereits Einstellungszusagen gebe. Sie sollen in den kommenden Wochen ihren Dienst antreten. Insgesamt plant das Bamf einen Personalzuwachs auf 7300 Stellen am Hauptsitz in Nürnberg und den Außenstellen in den Bundesländern. Neben Brandenburg fällt die Personalsuche in Schleswig-Holstein, Hessen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen am schwierigsten.

Laut „Die Welt“ herrscht in vielen Bundesländern Skepsis, dass das Bamf die Stellen zeitnah besetzen kann. In der Vergangenheit seien Zusagen immer weiter verschoben worden. Zuerst hieß es, das Personal sei bis Ende April eingestellt. Mittlerweile wurde die Frist auf Ende Juni verlängert. „Es sind Fortschritte erkennbar, aber man ist noch nicht da, wo man hin muss“, sagt Ingo Decker, Sprecher des Brandenburger Innenministeriums. Die angestrebte Beschleunigung der Verfahren sei nur mit mehr Personal zu machen, hieß es weiter. Die märkische Bamf-Außenstelle befindet sich in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree).

Der Druck auf Bamf-Chef Frank-Jürgen Weise ist groß. Die Zahl unbearbeiteter Asylgesuche liegt bei 400.000. Weitere 300.000 Menschen warten auf einen Termin, einen Antrag stellen zu können.

Von Bastian Pauly

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