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Brandenburg In Stahnsdorf soll eine Straße Eierkuchenschweiz genannt werden
Brandenburg In Stahnsdorf soll eine Straße Eierkuchenschweiz genannt werden
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12:39 17.10.2017
Sehen lecker aus, schmecken lecker und haben jetzt sogar eine eigene Straße: die Eierkuchen. Quelle: Stocksnap
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Stahnsdorf

Die Schweizer Eidgenossen sind wahre Namenspatrone. In der ganzen Welt gibt es 540 Orte, Landschaften und Gebiete, die nach der hügeligen Alpenrepublik benannt wurden – das hat der Historiker Philippe Frei in einer Studie aus diesem Jahr gezählt. Darunter sind auch die märkische und die sächsische Schweiz. Doch bald könnten es schon mindestens 541 sein – denn in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) soll die Eierkuchenschweiz dazukommen.

Im Bauausschuss der 15 000- Einwohner-Gemeinde wurde darüber beraten, wie das Wegesystem eines Neubaugebietes im Ortsteil Sputendorf heißen soll. Und weil auf alten Karten dieser absonderliche Name auftaucht, soll nun künftig ein Stichweg von der Wilhelm-Pieck-Straße nach Eierkuchen benannt werden. Woher aber der Name stammt, ist ein Rätsel: Angeblich habe dort, wo jetzt die Straße entsteht, früher der Dorfbackofen gestanden, berichtete Sputendorfs Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch. Stahnsdorfs Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Böhm dagegen glaubt, dass in der Gegend früher wohlhabende Melker gewohnt haben, die man Schweizer nannte. Doch so ganz sicher scheint sich niemand zu sein.

In der Schweiz heißen Eierkuchen Omelett

Es ist auch unwahrscheinlich, dass das Gericht aus Mehl, Milch und Eiern etwas mit der echten Schweiz zu tun haben könnte. Dort heißen die Eierkuchen nämlich Omelett. Aber lustig ist es – und außergewöhnlich.

Nur einen hätte es wohl nicht gefreut, den großen Neuruppiner Schriftsteller-Heroen Theodor Fontane. Der spottete einst in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“: „Die Schweize werden immer kleiner, und so gibt es nicht bloß mehr eine Märkische, sondern bereits auch eine Ruppiner Schweiz.“ Und bald eine Eierkuchenschweiz.

Von Ansgar Nehls

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