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In den Sommerferien bloß nicht durch Berlin

Autobahnbaustellen: Staugefahr zum Ferienbeginn In den Sommerferien bloß nicht durch Berlin

Der Start in den Urlaub am Donnerstag droht zur Geduldsprobe zu werden: Zahlreiche Baustellen erwarten Autofahrer auf fast allen Strecken. Die MAZ erklärt, welche Engstellen besonders nervtötend sind – und warum Urlauber eine beliebte Abkürzung quer durch Berlin meiden sollten.

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„Offene Fragen sind bis heute unbeantwortet“

Immer wieder im Sommer: Autobahnbaustelle.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Zum Start in die Sommerferien am 21. Juli droht Urlaubern Stau auf den Autobahnen. „In allen Himmelsrichtungen gibt es Baustellen – die Arbeiten sind ziemlich umfangreich in diesem Jahr“, sagt ADAC-Verkehrsexperte Jörg Becker. Die wichtigsten Engpässe im MAZ Staustellen-Check:

Problembaustelle: Gullys auf A113-Standstreifen sacken ab

Die A113 als beliebte Abkürzung durchs Berliner Stadtgebiet sollten Autofahrer meiden. Bis Ende August stehen pro Fahrtrichtung nur zwei Spuren zur Verfügung. Betonkrebs – eine Säure-Reaktion im Beton – hat die erst 2005 freigegebene Autobahn angefressen. Viele Südbrandenburger nutzen die Trasse, um in Richtung Norden durch die Stadt zu fahren. Wer mit dem Auto zum Flughafen Schönefeld will, sollte ebenfalls Extra-Zeit einsparen, damit er seinen Ferienflieger nicht verpasst. Lange Staus hat es bereits gegeben, denn die Gullydeckel, die in den Standstreifen eingelassen sind, sacken ab – bis zu vier am Tag. Es sei „ein Skandal“ dass die Gullys vorher nicht auf ihre Tragfähigkeit überprüft worden seien, sagt ADAC-Mann Becker. Der Verkehrsclub rät dringend, die Stadt über den nördlichen Berliner Ring zu umfahren. Auf diesem Teil der A10 jedoch wird der Verkehr wegen Brückenarbeiten im Dreieck Barnim auf Tempo 80 gedrosselt.

Nervtöter des Jahres: A10 bei Michendorf

Heißester Anwärter für den Titel Nervtöter des Jahres ist die A10 bei Michendorf. Sie wird zwischen den Dreiecken Nuthetal und Potsdam von sechs auf acht Spuren ausgebaut – bis ins Jahr 2020. „Auf diesem Abschnitt kann schon ein Bagatellschaden einen Verkehrskollaps erzeugen“, sagt ADAC-Experte Becker.

Auf fast allen Autobahnen in Richtung Osten wird gebaut. Insbesondere die Modernisierung der A12 kurz vor Polen bringt Verzögerungen mit sich – die vielen Lastwagen vergrößern das Staurisiko. Gebaggert wird auch östlich des Dreiecks Spreeau.

Die Rüttel-Strecke A11 wird saniert

Die alte Betonplatten-Rüttelstrecke A11 ist zwischen dem Dreieck Uckermark und Penkun auf 20 Kilometer auf Tempo 60 reduziert, weil eine neue Fahrbahndecke gegossen wird.

Eine ganze Kette von Baustellen – vor allem wegen maroder Brücken – erwartet Autofahrer auf der A15 bei Cottbus. Das Dreieck Spreeau (A13/A15) ist ebenfalls Baustelle.

Schkeuditzer Kreuz ist komplett dicht

Die vielleicht stauträchtigsten Autobahnabschnitte liegen jedoch jenseits der brandenburgischen Landesgrenzen. Nur eine Fahrspur pro Richtung ist auf der Rostocker Strecke A19 bei Waren (Müritz) frei. Grund: Die Pfeiler einer Brücke sind im Morast abgesackt.

Auf der A2 bei Magdeburg beginnt der Ärger hinter Ziesar und erstreckt sich in Form einer Nachtbaustelle bis Magdeburg, das Schkeuditzer Kreuz auf der A9 ist bis Ende August voll gesperrt.

ADAC-Experte Becker will trotzdem das Positive im Staustress sehen: „Der Bund investiert deutlich mehr in die Bundesautobahnen. und die Ferien sind grundsätzlich auch die richtige Zeit für Baustellen.“

Von Ulrich Wangemann

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