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In diesen Polizeiautos kann gesurft werden

Brandenburger Polizei bekommt 28 Autos In diesen Polizeiautos kann gesurft werden

Die Brandenburger Polizei bekommt 28 neue Einsatzwagen – es sind rollende Amtsstuben. In den Autos kann gesurft werden, dazu sind sie mit modernen Kameras ausgestattet. Auf der Computermesse Cebit in Hannover ist die Technik der Polizeiautos nun vorgestellt worden.

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Die Polizei hat künftig 28 neue Autos in ihrem Fuhrpark stehen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam/Hannover. Sie verfügen über schnelles Internet, Kameras, Navi und Bordcomputer zur mobilen Erfassung von Anzeigen. Brandenburgs Polizei hat am Montag 28 interaktive Streifenwagen bekommen – Multivans, die die in die Jahre gekommenen VW-Busse ersetzen. Der neue Stolz der Brandenburger Polizei ist derzeit auch in Hannover im Einsatz: Brandenburg präsentiert die rollenden Amtsstuben, wie sie auch genannt werden, auf der Technologiemesse Cebit. Sie sind dort Teil des Top-Themenprogramms „d!conomy“.

Künftig können, wenn die Technik mitspielt, Aufträge samt einsatzrelevanter Informationen elektronisch auf ein Display ins Wageninnere gesendet werden. Eingebaute Netzwerkkameras schneiden alle Einsätze mit. Außerdem kann die Leitstelle über die mobile Datenverbindung in Echtzeit auf die Kameras zugreifen. Das Navi blendet automatisch die Route zum Einsatzort ein.

So sieht es von innen aus im neuen Polizeiwagen

So sieht es von innen aus im neuen Polizeiwagen.

Quelle: Julian Stähle

Hasso-Plattner-Institut ist zahlreich auf der Cebit vertreten

Auf der Computermesse, die am Montag eröffnet wurde, präsentiert sich auch erneut das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut mit einer ganzen Reihe von Neuigkeiten. Vor allem die Daten- und Kommunikationssicherheit steht dabei im Zentrum. Wenn künftig über das sogenannte Internet der Dinge alle möglichen Haushaltsgegenstände miteinander vernetzt sind – von der Nachttischlampe bis zum Kühlschrank – seien neue Vorkehrungen gegen Cyberkriminalität nötig, meint HPI-Direktor Hasso Plattner. Beispiel: In intelligenten Städten werden Autofahrer per Internet über freie Parkplätze in der Umgebung informiert. Hacker könnten sich das zunutze machen, um für Verwirrung zu sorgen. Das HPI hat eine Erweiterung für einen gängigen internationalen Funkstandard entwickelt, der verhindern soll, dass Angreifer beispielsweise die Parkuhren aus dem Takt bringen und somit für Chaos unter Autofahrern sorgen.

Ein Forscherteam des HPI wurde am Eröffnungstag für eine innovative Sicherheitslösung zum vertraulichen Ablegen und Teilen von Clouddaten ausgezeichnet: Beim EU-geförderten Wettbewerb „Mapping App Competition“ landeten die Potsdamer Forscher mit der „Cloud-RAID“ auf Rang drei. „Die Dokumente werden erst automatisch verschlüsselt, bevor sie den Computer verlassen. Anschließend zerteilt unsere Software die Daten und legt sie bei mehreren Cloud-Speicherdiensten ab“, erklärte HPI-Doktorand Philipp Berger, der an dem Projekt mitgearbeitet hat.

Auch die Technische Hochschule Wildau zeigt sich auf der Cebit

Der Vorteil für die Nutzer: Er ist unabhängig von einzelnen Speicheranbietern und besser vor Angreifern geschützt, da seine Daten auf verschiedenen Servern verteilt liegen. Für die Industrie, die im Zuge der Digitalisierung immer mehr Unternehmensdaten außerhalb der eigenen vier Fabrikhallenwände speichert, sind solche sicheren Cloudlösungen von großem Interesse. Erstmals zum Einsatz kommen könnte die neue Technologie in einem gemeinsamen Pilotprojekt zwischen dem HPI und der Bundesdruckerei.

Vertreten in Hannover ist außerdem die Technische Hochschule Wildau (Dahme-Spreewald), die Forschungsergebnisse aus der Luftfahrttechnik präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei unbemannte Luftfahrzeuge für zivile Anwendungen – sprich Drohnen. Derzeit entwickeln die Wildauer ein Fluggerät, das mit einer Technik zur Schadstoffmessung ausgestattet ist. Damit können Messungen auch unter extremen Umweltbedingungen, etwa bei einem Vulkanausbruch, durchgeführt werden. Auch die Kollegen der TH Brandenburg/Havel beschäftigen sich auf der Messe mit Drohnen. Die Forscher haben ein Quadro-kopter-Lernlabor entwickelt, mit dem die Fluggeräte für eine sichere und zuverlässige Fluglage programmiert werden können.

Von Torsten Gellner

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