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Innenminister verbietet „Weisse Wölfe“

Rechtsextremismus Innenminister verbietet „Weisse Wölfe“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat heute den rechtsextremistischen Verein „Weisse Wölfe Terrorcrew“ verboten. Seit dem Morgen laufen in zehn Bundesländern Durchsuchungen – auch in Brandenburg.

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Quelle: dpa

Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat am Mittwoch den rechtsextremistischen Verein „Weisse Wölfe Terrorcrew“ verboten. Seit dem Morgen laufen in zehn Bundesländern Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen gegen führende Mitglieder, wie das Ministerium mitteilte. Wie die MAZ erfuhr, gab es auch Durchsuchungen in der Prignitz.

Laut dem Verfassungsschutzbericht 2014 ist die „neonazistische“ Gruppierung bundesweit aktiv. Demnach waren Mitglieder unter anderem im Februar des Jahres an einem Angriff im Hamburger Hauptbahnhof auf Angehörige der linken Szene beteiligt.

Ursprünglich verstand sich die „Terrorcrew“ als Fangruppe der nordrhein-westfälischen Skinheadband „Weisse Wölfe“, wie es im Hamburger Verfassungsschutzbericht 2008 heißt.

Verbote rechtsextremer Organisationen

- Januar 2016: das deutsche Neonazi-Internetportal «Altermedia».

- September 2011: die neonazistische «Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige» (HNG).

- März 2009: die Jugendorganisation «Heimattreue Deutsche Jugend» (HDJ).

In den Ländern wurden unter anderem verboten:

- Oktober 2015: in Hessen der Kasseler Verein «Sturm 18».

- Dezember 2014: in Baden-Württemberg die «Autonomen Nationalisten Göppingen».

- Juli 2014: in Bayern das «Freie Netz Süd» (FNS).

- März 2014: in Sachsen die «Nationalen Sozialisten Chemnitz».

- Februar 2013: in Sachsen die Gruppe «Nationale Sozialisten Döbeln».

- September 2012: in Niedersachsen die Gruppe «Besseres Hannover».

- August 2012: in Nordrhein-Westfalen die «Kameradschaft Aachener Land» (KAL), den «Nationalen Widerstand Dortmund» und die «Kameradschaft Hamm».

- Juni 2012: in Brandenburg die «Widerstandsbewegung in Südbrandenburg».

- Mai 2012: in Nordrhein-Westfalen die «Kameradschaft Walter Spangenberg».

Bereits 2009 hat die Polizei in mehreren Bundesländern Wohnungen von Mitgliedern der „Weisse Wölfe Terrorcrew“ durchsucht. Den damals 23 Verdächtigen wurden unter anderem Verstöße gegen das Uniformverbot vorgeworfen. Bei den Durchsuchungen von 13 Objekten in Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen wurden unter anderem CDs, Computer und T-Shirts sichergestellt.

Weitere Infos folgen.

Von dpa

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