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Brandenburg Insolvenzen in Brandenburg rückläufig
Brandenburg Insolvenzen in Brandenburg rückläufig
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00:35 22.07.2015
Schuldnerberaterin Marina Menzel (54) von der AWO-Beratungsstelle für Überschuldete in Brandenburg/Havel.  Quelle: Josefine Sack
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Potsdam

 Gescheiterte Selbstständigkeit, Scheidung, unbezahlte Rechnungen: Für eine Überschuldung gibt es viele Gründe. In Brandenburg sind jedes Jahr Hunderte Menschen betroffen. Allerdings deutet sich inzwischen eine Trendwende an. 2014 gab es so wenig Privatinsolvenzen im Land wie schon lange nicht mehr. Die Zahl der überschuldeten Verbraucher sank nach Angaben des Potsdamer Statistikamts im Vergleich zum Vorjahr um 209 auf 3475 Personen. Zum Vergleich: Der höchste Stand an Privatinsolvenzen wurde 2007 mit 4563 Anträgen erreicht. In diesem Jahr setzte sich die positive Entwicklung fort.

„Brandenburg verfügt über ein gutes und flächendeckendes Netz von Beratungsstellen“, lobte Sozialministerin Diana Golze (Linke) im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche der Schuldnerberatung. Die Berater blicken dennoch mit Skepsis auf die Zahlen. „Die Statistik bildet nicht unbedingt die Wirklichkeit ab“, warnt die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Brandenburg, Aline Liebenow. Weniger beantragte Insolvenzverfahren bedeuteten nicht automatisch weniger überschuldete Privathaushalte. Vielmehr sei die Tendenz seit Jahren gleichbleibend.

Die Sozialpädagogin berät in der Sprechstunde des Arbeiterwohlfahrtverbands in Werder/Havel (Potsdam-Mittelmark) in finanzielle Not geratene Menschen. An die 2500 Überschuldete suchten 2014 dort Hilfe. In lediglich 187 Fällen kam es am Ende aber zum Insolvenzverfahren. „Privatinsolvenz anzumelden ist nur eine Möglichkeit der Entschuldung“, so Liebenow.

Die Privatinsolvenz ist seit 1999 möglich. Bevor jedoch ein gerichtliches Insolvenzverfahren eröffnet werden kann, muss ein Einigungsversuch mit den Gläubigern unternommen werden. Das kann dauern. Beim Schuldenabbau helfen in Brandenburg die Insolvenzberatungsstellen. Diese brauchen Liebenow zufolge deutlich mehr Unterstützung als bisher. Einen Fall mit biist ein Minusgeschäft“, kritisiert Liebenow.

Von Josefine Sack

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