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Brandenburg Hier sorgen Wildschweine für Unruhe in Brandenburg
Brandenburg Hier sorgen Wildschweine für Unruhe in Brandenburg
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17:21 25.02.2019
Wo Wildschweine in Brandenburg für Unruhe sorgen. Quelle: Google Maps/Screenshot & Ralf Hirschberger/dpa
Potsdam

Wildschweine haben in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder für Aufsehen in Brandenburg gesorgt. Sie laufen mitten am Tag durch Wohngebiete, wühlen in Gärten, sorgen für Tumulte im Friseursalon – und greifen in einzelnen Fällen auch an.

Obwohl Brandenburgs Jäger im vergangenen Jahr so viel Schwarzwild geschossen haben wie noch nie und Jäger in den meisten Landkreisen eine Prämie von 50 Euro pro erlegtem Schwein erhalten, scheinen die Tiere in der Mark zum Problem zu werden. Die wichtigsten Vorfälle im Überblick:

Interaktive Karte: Hier kam es zu Vorfällen mit Wildschweinen

Wildschwein stürmt Friseurladen

Einen gehörigen Schreck etwa jagte ein Wildschwein den Menschen in einem Stahnsdorfer Friseursalon ein. Das verletzte, blutende Tier hatte die Salontür in der Lindenstraße aufgestoßen und rannte quer durch den ganzen Laden. „Es hat die Stühle und den Wagen umgeschmissen. Alles war voller Blut“, sagt Inhaberin Hannelore Heinrich. Die Kunden, die noch im Laden saßen, harrten in Schockstarre aus. Nach ein paar Minuten konnte ein Kunde dem Wildschwein die Tür öffnen, sodass es nach draußen über die Straße floh.

Rotten durchqueren Wohnorte – mitten am Tag

In den vergangenen Wochen wurden zudem gleich zwei Orte durch Wildschweinrotten aufgeschreckt, die mitten am Tag durch die Straßen liefen. In Kleinmachnow rannten mehr als 20 Tiere durch den Ort. „Früher hieß es, die sind nur in der Dämmerung unterwegs, aber das war um 13.30 Uhr“, erzählt Andrea Johne, deren Tochter mit derselben Rotte fast zusammenstieß. Zahlreiche Internetvideos zeigen das Wildschweinspektakel.

Auch in Schildow im Landkreis Oberhavel staunten die Bewohner nicht schlecht, als am Morgen eine Rotte durch den Ort lief. Zu Schaden kam in beiden Fällen niemand.

Verletztes Tier greift an

In einzelnen Fällen allerdings wurden bereits Menschen durch Schwarzwild verletzt. Im November 2017 etwa attackierte in Fürstenberg ein angeschossenes Tier einen Mann, der mit seinem Hund unterwegs war. Der Keiler nahm Kurs auf den Fußgänger, der seinen ausgebildeten Jagdhund angeleint dabei hatte. Der Hund griff dann den Keiler selbst an, so dass das Wildschwein von dem Fürstenberger abließ und sich auf den Hund konzentrierte. Bei dem anschließenden Kampf wurde der Hund verletzt.

Augenzeugen zufolge wurde auch in Stahnsdorf eine Frau durch ein Wildschwein verletzt. Dort soll ein Tier eine Seniorin und ihren Dackel umgerannt haben.

Tiere sitzen unter der Straße fest

Für Aufsehen und zahlreiche Diskussionen sorgte im Herbst 2018 eine Gruppe Wildschweine, die in einem Durchlass unter einer Straße bei Kyritz gefangen war. Wie die Tiere dorthin gelangten, ist nicht klar. Während es zunächst danach aussah, als könnte das Schwarzwild nicht befreit werden, gab es doch ein Happy End: Nach Wochen Gefangenschaft konnte ein Fluchtweg eingerichtet werden.

Von sag

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