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Internet-Bekannte vergewaltigt: 45 Monate Haft

Urteil am Landgericht Berlin Internet-Bekannte vergewaltigt: 45 Monate Haft

Eine Jugendliche lernt im Internet einen angeblichen Basketballtrainer mit Reitpferd und Vermögen kennen. Der Mann aus Brandenburg überredet sie zu einem Treffen und vergewaltigt sie. Nun wurde er dafür verurteilt. Bis zuletzt leugnete er die Tat.

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Quelle: dpa

Berlin. Ein Basketballtrainer ist wegen Vergewaltigung eines 15-jährigen Mädchens, das er über soziale Medien kennengelernt hatte, zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 39-Jährige habe die Schülerin im Oktober 2016 in ein Waldstück in Berlin-Lübars gelockt, sie zu Boden gebracht und sexuelle Handlungen erzwungen, begründete das Berliner Landgericht am Dienstag die Haftstrafe. Der Mann sei der Vergewaltigung sowie der Körperverletzung schuldig. Der damalige Assistenztrainer eines Vereins in Brandenburg hatte die Vergewaltigung bestritten.

Beim Alter gelogen

Der Angeklagte habe im Internet gezielt Kontakt zu jungen Frauen und Mädchen gesucht, hieß es im Urteil. Er habe sich als 23-jähriger Ex-Basketballspieler ausgegeben, der wohlhabend sei und ein Reitpferd besitze. Dem 39-Jährigen sei es nach mehrwöchigem Kontakt gelungen, dem Mädchen die Vorbehalte gegen ein Treffen zu nehmen. «Er neigt dazu, andere Menschen zu manipulieren.»

Unter einem Vorwand in den Wald gelockt

Der 39-Jährige habe das Mädchen bei der ersten Begegnung im Oktober 2016 zunächst veranlasst, mit ihm Alkohol zu konsumieren, sagte der Vorsitzende Richter. «Anschließend fuhr er mit ihr unter dem Vorwand, ihr sein Pferd zu zeigen, in ein Waldstück.» Dort habe er die damals 15-Jährige von hinten attackiert, in einen Würgegriff genommen, zu Boden gebracht und vergewaltigt. Die Angaben des Mädchens seien glaubhaft, so das Gericht.

Angeklagter: Sex war freiwillig

Der Angeklagte hatte erklärt, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen. Die Internet-Bekannte habe ihr Alter ihm gegenüber mit 18 Jahren angegeben. Nach freiwilligem Sex sei sie «sauer» geworden, weil er einen versprochenen Kauf einer Designer-Handtasche abgesagt habe.

Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Mit dem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen der Staatsanwaltschaft, die vier Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte.

Von Anne Baum

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