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Ist mein Auto gegen Wasserschäden versichert?

Nach dem Unwetter Ist mein Auto gegen Wasserschäden versichert?

Starkregen hat am Donnerstag in Brandenburg zahlreiche Straßen überflutet und Autos unter Wasser gesetzt. Der ADAC gibt Tipps, wie sich Autofahrer bei extremen Niederschlägen am besten verhalten. Und der Tüv erklärt, wann die Versicherung einspringt.

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Überflutete Straße in Oranienburg.

Quelle: dpa

Potsdam. Schäden am Auto durch Starkregen und Überschwemmungen übernimmt grundsätzlich die Teilkaskoversicherung – oder eine Vollkaskoversicherung. Im Falle eines Totalschadens übernimmt die Versicherung den Zeitwert des Fahrzeugs, teilt der Tüv Nord mit. Der Geschädigte trägt nur die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung. Eine Höherstufung in der Versicherung erfolgt nicht.

Voraussetzung für das Einspringen der Versicherung ist allerdings, dass sich der Halter nicht grob fahrlässig verhalten hat, der Schaden also nicht vorhersehbar war. Sonst wird die Versicherung den entstanden Schaden in der Regel nicht oder nur teilweise ersetzen.

Wer etwa mit seinem Auto jedoch leichtsinnig in eine überschwemmte Unterführung hineinfährt, darf nicht auf eine Schadensregulierung durch die Teilkaskoversicherung hoffen. Selbst eine Vollkaskoversicherung kann eine Reparaturkostenübernahme wegen grober Fahrlässigkeit teilweise ablehnen.

Nun fragen sich bei starkem Regen viele Autofahrer, ob sie ihre Fahrt fortsetzen können. Ist noch Luft zwischen dem Wasser und dem Bodenblech des Autos, lässt sich eine Straße zwar noch äußerst langsam befahren – „aber so, dass sich keine Bugwelle bildet“, sagt Hans-Ulrich Sander vom Tüv Rheinland. Reicht das Wasser hingegen bis zu den Schwellern hoch, sollte das Auto stehen bleiben. Denn das durch die Türdichtungen eindringende Wasser könnte zu Motor- oder Elektrikschäden führen, weil manche Steuergeräte im Fußraum der Autos eingebaut sind.

Eine besondere Situation bei Unwettern sind Unterführungen. Wenn sich dort eine durchgängige Wasserfläche bildet, sollten Autofahrer besser stoppen. „Denn ich kann in der Regel nicht an der Oberfläche sehen, wie tief das Wasser schon ist“, erklärt Sander. Sitzt ein Autofahrer fest, gilt: „Motor ausmachen und das Auto sowie die Unterführung schnellstmöglich verlassen.“ Den Schlüssel sollte man stecken lassen, damit Rettungskräfte das Auto ohne eingerastetes Lenkradschloss bewegen können.

Von Peter Löschinger

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