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Josephine nicht von ihrem Onkel missbraucht

Ermittlungen eingestellt Josephine nicht von ihrem Onkel missbraucht

Diese Liebes-Flucht hat für großes Aufsehen gesorgt: Die 14-jährige Josephine aus Schildow (Oberhavel) war mit ihrem viel älteren Onkel durchgebrannt, erst nach Wochen konnte das ungewöhnliche Paar in Frankreich gefunden werden. Die Polizei ermittelte gegen den Onkel. Doch für den Familienvater aus Berlin bleibt die Affäre ohne Folgen.

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Josephine liebt ihren Onkel

Quelle: privat

Potsdam. Das Ermittlungsverfahren gegen den Onkel der 14-jährigen Josephine aus Schildow (Oberhavel) wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes ist eingestellt. Der Verdacht, dass der 47-Jährige schon sexuelle Beziehungen zu seiner Nichte gehabt habe, als diese erst 13 Jahre alt war, habe sich nicht erhärtet, erklärte der Neuruppiner Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer am Montag.

Flucht bis Südfrankreich

Josephine und ihr Onkel waren Anfang März gemeinsam mit einem Wohnmobil geflüchtet und waren erst kurz nach Ostern in Südfrankreich aufgegriffen worden. Die 14-Jährige hatte danach erklärt, sie sei freiwillig mit ihrem Onkel gereist, weil sie eine Liebesbeziehung mit ihm habe.

Verdacht hat sich nicht bestätigt

Die Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen aufgenommen, weil eine Freundin von Josephine berichtet hatte, dass die Liebesbeziehung schon mehr als ein Jahr gedauert habe. Dieser Verdacht habe sich nach den Vernehmungen nicht bestätigt, sagte Schiermeyer. Die Gymnasiastin war von ihren Eltern aus Südfrankreich nach Hause zurückgeholt worden. Eine Lehrerin hatte Josephine und ihren Onkel in einem Supermarkt im Urlaubsort gesehen und sofort die Familie verständigt, die das Mädchen daraufhin wieder nach Hause geholt hatte.

Suche über Facebook erfolgreich

Die Suche dauerte etwa einen Monat: Insgesamt waren über 60 Hinweise bei der Brandenburger Polizei eingegangen, nachdem Josephines Familie per Facebook-Seite europaweit nach dem Mädchen und ihrem Onkel gesucht hatte. Zwischenzeitlich folgten fast 5000 Nutzer der Facebook-Seite „We’ll find Josi“ (Wir werden Josi finden), über die auch der entscheidende Hinweis gekommen war.

Jetzt eine Familienangelegenheit

Wie es nun mit der Schildower Familie weitergeht, ist unklar. Zur Polizei gebe es keinen Kontakt mehr, erklärte Sprecherin Dörte Röhrs am Montag. Die Arbeit der Beamten sei erledigt. „Ob sie nun eine Familientherapie machen, bleibt ihnen überlassen“, so die Sprecherin.

Nachbar hat kein Verständnis

In Schildow herrscht indes Unverständnis über das Verhalten von Josephines Onkel. Ein Nachbar hat für den 47-Jährigen nur Verachtung übrig. „Ein Mann mit Familie, der mitten im Leben steht, darf auf die Schwärmereien eines Mädchens nicht eingehen”, so der Schildower. „Schlimm ist ja auch, was er seiner Frau und seinen Kindern damit angetan hat”, so der Rentner. (Mit dpa)

Von Marco Paetzel

Von Marco Paetzel

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