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Jugendherbergen werden hip für Familien

Tourismus Jugendherbergen werden hip für Familien

Immer mehr Familien verbringen ihren Urlaub in Brandenburger Jugendherbergen. Damit sie sich dort wohlfühlen, lässt man sich in den Häusern einiges einfallen. Das neueste Angebot: Familien-Yoga.

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Yoga gefällig? Warum nicht in einer märkischen Jugendherberge?

Quelle: dpa

Potsdam. Muffige Zwölf-Bett-Zimmer und die Toilette auf dem Flur – das war gestern. Neben Schulklassen und Sportvereinen checken immer mehr Familien in den 17 Brandenburger Jugendherbergen ein. „Allein im letzten Jahr haben wir rund 1000 Familien als neue Mitglieder gewinnen können“, sagt Alexander Fritzke, Präsident des Landesverbandes Deutscher Jugendherbergen Berlin-Brandenburg.

Auch die Zahl der Übernachtungen hat sich von 2014 bis 2015 um 4,8 Prozent erhöht. „Wir sind mit der Auslastung unserer Häuser sehr zufrieden, da wir in jedem Jahr mehr Gäste begrüßen dürfen“, sagt Alexander Fritzke. Mit rund 40 Prozent machen Schulklassen, Vereine und Ferienlager noch immer einen Großteil der Gäste aus.

Dusche im Zimmer ist inzwischen Standard

„In einer Pension oder einem Hotel ist die Familie oft nur unter sich, hier können sie hingegen gleich mit anderen in Kontakt kommen“, erklärt er. Viele Gäste würden zudem länger als noch vor ein paar Jahren in den Herbergen übernachten. Für den Verbandschef ein Zeichen dafür, dass die Angebote der Jugendherbergen den Nerv der Gäste treffen.

Beispiel Jugendherberge Potsdam. Hier sind Familien, aber auch Senioren gerne und oft gesehene Gäste. „Unter der Woche kommen auch viele Schulklassen“, erklärt Herbergsleiter Konstantin Wägner. „Aber Familien sind seit einigen Jahren ein ganz großer Trend.“ Entsprechend sind die Zimmer ausgerichtet. Vierbettzimmer statt Schlafsaal, Dusche und WC inklusive.

Thematische Arrangements liegen im Trend

Zunehmend offerieren die Herbergen auch thematische Arrangements, so etwa Yoga-Kurse für Erwachsene, neuerdings auch für Eltern mit Kindern. „Das Angebot wird gut angenommen“, erklärt Marco Kletzsch, Leiter der Jugendherberge Bremsdorfer Mühle (Oder-Spree). „Die Termine sind regelmäßig ausgebucht“, sagt der Herbergsvater. Dort können die Gäste auch an Fastenfreizeiten teilnehmen.

Insgesamt lag die Auslastung der Brandenburger Jugendherbergen 2015 bei 36,2 Prozent. Überdurchschnittlich gut besucht sind die Häuser in Potsdam (53,5 Prozent) und Sachsenhausen (49,3 Prozent). Am geringsten fällt die Auslastung in Buckow aus. Hier sind es nur 23 Prozent. Laut Verbandschef Alexander Fritzke liegt das auch an den unterschieldichen Profilen der einzelnen Häuser. Sachenhausen und Ravensbrück seien vor allem wegen ihrer Nähe zu den Gedenkstätten und dem umfangreichen pädagogischen Angeboten beliebt.

Das Haus in Liepnitzsee (Barnim) mit seinen nur 39 Betten würde sich hingegen besonders für Kitas eignen. „Wenn eine Kita hier mit zwei Gruppen übernachtet, haben sie das ganze Haus für sich, das ist ideal“, sagt Alexander Fritzke. Auch wenn einige Unterkünfte weniger gut besucht sind als andere. Geschlossen wird deswegen keine. „Bei uns gilt das Solidarprinzip, die Einnahmen aus allen Häusern kommen am Emde in einen Topf“,erklärt Alexander Fritzke.

Von Danilo Hafer

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