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Jugendliche können bald mit 15 Moped fahren

Verkehr in Brandenburg Jugendliche können bald mit 15 Moped fahren

Vor allem auf dem Land fiebern Jugendliche sehnsüchtig der eigenen Mobilität entgegen, um nicht mehr auf den Busfahrplan und die Eltern angewiesen zu sein. Für sie gibt es jetzt gute Nachrichten: Künftig soll es möglich sein, schon mit 15 Jahren den Moped-Führerschein zu machen. Für viele Erwachsene galt das schon einmal zu Ostzeiten.

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In Brandenburg sollen künftig Jugendliche schon mit 15 den Moped-Führerschein machen können.

Quelle: dpa

Potsdam. Auch in Brandenburg sollen Jugendliche künftig schon mit 15 Jahren den Moped-Führerschein machen können. Ein bereits seit Mai 2013 laufendes Modellprojekt in den Ländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt solle auf Brandenburg ausgeweitet werden, sagte der Sprecher der SPD-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Zierke.

Das Bundesverkehrsministerium habe den Entwurf für die notwendige Verordnung jetzt vorgelegt. Bereits in diesem Frühjahr könnte die Regelung gelten. Bislang kann der Führerschein erst mit 16 Jahren gemacht werden. In der DDR galt dagegen als Mindestalter 15 Jahre.

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) sagte: „Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben schon positive Erfahrungen mit dem Moped-Führerschein gemacht.“ Darum schließe man sich dem Projekt nun an. „Gerade in ländlichen Regionen gibt es einen Bedarf. Junge Menschen müssen immer weitere Wege zu den Schulen und Ausbildungsstellen zurücklegen.“

Die Chance: Eltern entlasten, Lücken im ÖPNV überbrücken

Zierke sagte, er habe zu DDR-Zeiten selbst mit 15 Jahren den Moped-Führerschein gemacht. „Viele Ostdeutsche haben das erlebt in ihrer Kindheit.“ Der Moped-Führerschein mit 15 sei vor allem für Jugendliche im ländlichen Raum wichtig. Damit könnten auch Eltern entlastet und Lücken im öffentlichen Nahverkehr überbrückt werden.

In den drei anderen ostdeutschen Bundesländern wurde der Führerschein mit 15 für Fahrzeuge bis 45 Stundenkilometer schon vor kapp vier Jahren eingeführt. Allein in Sachsen-Anhalt - ein Land mit ähnlich vielen Einwohnern wie Brandenburg - machten seither mehr als 5200 Jugendliche davon Gebrauch.

Das auf fünf Jahre angelegte Modellprojekt wird wissenschaftlich begleitet. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) zog Anfang Februar ein positives Zwischenfazit: „Wer früher mobil ist, sammelt nicht nur wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr, sondern sichert sich auch ein Stück Unabhängigkeit und mehr Freiheit.“

Die Hoffnung: Dass die neue Führerscheinregelung ab Mai 2018 greift

Das Modellprojekt ist bis April 2018 begrenzt. Danach soll entschieden werden, ob der Führerschein mit 15 bundesweit und dauerhaft eingeführt wird. Ziercke sagte, er hoffe, dass die dauerhafte Einführung nahtlos im Mai 2018 komme.

Auch der sogenannte Auto-Führerschein mit 17 – amtlich das sogenannte begleitete Fahren – war zunächst in einem Modellversuch getestet worden, bevor er allgemein erlaubt wurde. Damit soll vor allem die Unfallquote bei Fahranfängern gesenkt werden.

Von dpa

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