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Brandenburg Erfolgsautorin Juli Zeh soll Richterin in Brandenburg werden
Brandenburg Erfolgsautorin Juli Zeh soll Richterin in Brandenburg werden
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19:48 10.10.2018
Erfolgsautorin und Juristin Juli Zeh soll Richterin am Verfassungsgericht Brandenburg werden. Quelle: dpa/Arno Burgi
Potsdam

Die Erfolgsautorin Juli Zeh soll für die SPD Richterin am Verfassungsgericht Brandenburg werden. Die 44-Jährige wurde gestern auf Vorschlag der SPD-Landtagsfraktion als Kandidatin benannt, wie die MAZ erfuhr. Bundesweit bekannt wurde Zeh durch ihre Bestseller „Adler und Engel“, „Die Stille ist ein Geräusch“ und den 2016 veröffentlichten Brandenburg-Roman „Unterleuten“.

Die Schriftstellerin, die 2017 in die SPD eintrat, wurde in Bonn geboren und hat in Passau und Leipzig Jura studiert. Sie ist promovierte Völkerrechtlerin und lebt mit ihrer Familie in einem Dorf im Havelland.

Zwei weitere Richter auf der SPD-Wunschliste

Am obersten Gericht des Landes müssen bis zum Sommer 2019 sechs der neun ehrenamtlichen Richterstellen neu besetzt werden. Die SPD als stärkste Kraft im Landtag darf drei Vorschläge unterbreiten; CDU, Linke und Grünen je einen. Die Wahl der sechs Richter im Landtag ist auf der Sitzung im Dezember geplant. Nötig ist eine Zweidrittelmehrheit.

Die SPD will dem Vernehmen nach neben Juli Zeh den Richter am Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Markus Möller, und die Amtsrichterin aus Perleberg, Christine Kirbach, ins Rennen schicken. Das wurde auf der Klausur der SPD in Cottbus bekannt. Markus Möller ist auch als neuer Präsident des Verfassungsgerichts vorgesehen. Amtsinhaber Jes Möller scheidet nach zehn Jahren aus dem Gericht aus. Eine zweite Amtszeit ist laut Verfassung nicht möglich. Die Linke hatte am Dienstag die Richterin am Sozialgericht in Neuruppin, Kathleen Heinrich-Reichow, vorgeschlagen.

Derzeit ist auch Potsdamer Regisseur Andreas Dresen am Brandenburger Verfassungsgericht als Laien-Richter tätig.

Von Igor Göldner

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