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Brandenburg Junger Mann schubst 60-Jährige auf Gleise
Brandenburg Junger Mann schubst 60-Jährige auf Gleise
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13:01 15.06.2016
Eine U-Bahn fährt in den Bahnhof Alexanderplatz in Berlin ein. Quelle: dpa
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Berlin

Am Dienstagnachmittag um kurz vor 17 Uhr gerieten ein 31-jähriger Mann und eine 60-jährige Frau in der U-Bahn (Linie 2) miteinander in Streit.

Kurze Zeit später stiegen die Streithähne am Alexanderplatz in Berlin Mitte aus. Beide warteten dann auf die Linie 5. Plötzlich attackierte der Mann aber die Frau und schubste sie in das Gleisbett.

Zeugen und Sicherheitsdienstmitarbeiter halfen der 60-Jährigen rechtzeitig wieder zurück auf den Bahnsteig.

Die Frau wurde glücklicherweise nur leicht verletzt und benötigte zunächst keine ärztliche Behandlung.

Worum es bei dem Streit ging, wird noch untersucht.

Der Tatverdächtige konnte durch einen Sicherheitsdienstmitarbeiter bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten festgehalten werden. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Gewalt in U-Bahnhöfen

Mitte Februar 2016 meldete sich eine 25-jährige Italienerin in der Nacht bei der Polizei und gab an, ihr Freund sei von unbekannten Männern auf dem U-Bahnhof Rosenthaler Platz auf die Gleise gestoßen worden. Sie sei ihm zur Hilfe geeilt. Verletzt wurde er nicht. Anschließend seien sie beide mit einem Taxi davongefahren. Später habe sich die Frau dann auf einer Polizeiwache gemeldet.

Die Tatverdächtigen seien in ein Lokal geflüchtet. Dort trafen die herbeigerufenen Polizisten aber keine Männer mehr an, auf die die Beschreibung der Zeugen passte.

Fahrkartenkontrolleur geschubst

Bereits Ende Januar schubste ein aggressiver U-Bahn-Schwarzfahrer am Schlesischen Tor in Berlin einen Kontrolleur ins Gleisbett. Der 33-Jährige wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Er war zuvor - am Freitagnachmittag - mit einem Kollegen in der U1 an drei betrunkene Männer geraten, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die 20, 22 und 35 Jahre alten Fahrgäste hatten keine gültigen Fahrscheine und brachten den Angaben zufolge ihren Unmut über die Kontrolle zum Ausdruck. Die Kontrolleure stiegen mit ihnen am Bahnhof Schlesisches Tor aus und wurden dann nach ihrer Darstellung geschlagen und getreten.

Schließlich habe der 22-Jährige einen Kontrolleur auf die Gleise geschubst, hieß es. Mit Hilfe herbeigeeilter Kollegen sei es schließlich gelungen, die drei Betrunkenen unter Kontrolle zu bringen, bis die Polizei eintraf und sie festnahm. Die Männer gaben in den Vernehmungen an, von den BVG-Mitarbeitern provoziert und ebenfalls geschlagen worden zu sein. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

Unfälle und Angriffe mit Stürzen auf Bahngleise

Immer wieder fallen Menschen auf Berliner Bahnhöfen auf die Gleise. Unfälle mit gleichzeitig einfahrenden U-Bahnen oder S-Bahnen sind aber selten. In ganz wenigen Fällen sind auch Täter beteiligt, die jemanden stoßen. dpa dokumentiert einige Fälle der vergangenen Jahre aus Berlin.

19. Januar 2016: Eine junge Frau wird vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen und tödlich verletzt . Der mutmaßliche Täter, ein 28 Jahre alter Mann aus Hamburg, wurde zunächst in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Er soll laut Staatsanwaltschaft an einer schizophrenen Erkrankung leiden. Der mutmaßliche Angreifer kannte sein 20 Jahre altes Opfer nicht.

7. Dezember 2015: Ein Mann wird von einer U-Bahn der Linie 7 erfasst und tödlich verletzt. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus. Der Mann soll im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße auf die Gleise gestürzt sein. Daraufhin wird er von dem einfahrenden Zug überfahren. Zahlreiche Augenzeugen und Fahrgäste erleiden einen Schock.

18. September 2015: Jugendliche stoßen zwei Männer auf dem S-Bahnhof Prenzlauer Allee auf ein Gleis. Einer der beiden Männer ist fast blind, er erleidet schwere Verletzungen am Kopf. Sein 37-jähriger Bekannter bleibt unverletzt. Die Täter, etwa sieben Jugendliche in Kleidung der Hip-Hop-Szene, flüchten.

17. September 2015: Ein betrunkener Mann wird in Berlin-Charlottenburg von einer S-Bahn angefahren, als er von der Bahnsteigkante auf die Gleise uriniert. Der S-Bahnfahrer versucht noch, den Zug am Bahnhof Jungfernheide abzubremsen. Die Wucht des Zusammenpralls ist aber so heftig, dass der betrunkene 23-Jährige auf die Gleise geschleudert wird. Der obdachlose Mann verletzt sich am Kopf, im Gesicht und an der Schulter.

9. Mai 2015: Ein 25-jähriger Mann wird im U-Bahnhof Klosterstraße von mehreren Angreifern schwer verletzt und auf die Gleise gestoßen. Erst schlagen und treten die Angreifer den jungen Mann, einer von ihnen sticht ihm mit einem Messer in den Bauch. Dann stoßen sie ihn auf die Gleise. Vier Verdächtige werden durch die Videoaufzeichnungen vom Bahnhof schnell identifiziert und später vor Gericht gestellt.

19. November 2014: Ein obdachloser 36-jähriger Mann wird am U-Bahnhof Berliner Straße in Wilmersdorf bestohlen und dann auf die Gleise gestoßen. Der Mann wird verletzt, kann sich aber selbst befreien, bevor eine Bahn einfährt.

Juli 2014: Ein 66-jähriger Mann wird auf einem S-Bahnhof von einer Frau in Richtung der Gleise geschubst. Der Rentner sagt später, er habe von hinten einen wuchtigen Stoß in den Rücken erhalten. In dem Moment fuhr eine S-Bahn ein. Weil er sich fallen lassen konnte, sei er nicht vor den Zug gestürzt, sondern habe nur eine Platzwunde am Kopf erlitten. Die Frau litt an einer psychiatrischen Erkrankung.

1. Januar 2013: Ein 29 Jahre alter Mann wird am Neujahrsmorgen nach einer Auseinandersetzung in Berlin-Neukölln ins U-Bahn-Gleisbett gestoßen. Dabei bricht er sich ein Bein. Zunächst hatten drei Männer am U-Bahnhof Lipschitzallee einen 20-Jährigen bespuckt und beschimpft. Als der 29-Jährige eingreift, wird er ebenfalls geprügelt.

10. Januar 2012: Ein flüchtender Schwarzfahrer stößt im U-Bahnhof Kurfürstenstraße einen Passanten auf die Gleise. Das 48-jährige Opfer wird beim Sturz ins Gleisbett leicht verletzt. Der einfahrende Zug stoppt durch einen Nothalt.

Von MAZonline

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