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Brandenburg Kamera filmt Mutter des ausgesetzten Säuglings
Brandenburg Kamera filmt Mutter des ausgesetzten Säuglings
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15:27 04.09.2015
Babyjäckchen Quelle: Polizei
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Potsdam/ Berlin

Der Polizei liegen inzwischen Hinweise zum ausgesetzten Baby in Berlin vor. Eine Mutter hatte am Mittwoch ihren Säugling nach der Geburt an einer Bushaltestelle vor dem Helios-Klinikum in Berlin-Buch ausgesetzt. Insgesamt seien fünf Hinweise eingegangen, so die Polizei. Außerdem habe man Überwachungsbilder gesichtet. Kameras sind unter anderen an den Eingängen der Klinik installiert. Die Bänder werfen nun neue Fragen auf.

Am Mittwochabend gefunden

Das neugeborene Mädchen war am Mittwochabend gefunden worden. Der Säugling lag unter einem Dach der Haltestelle nahe dem Seiteneingang der Klinik auf einem Kopfkissen auf dem Boden. Es trug Windeln, Strampler und ein Jäckchen. Trotz leichter Unterkühlung ist der Gesundheitszustand des Säuglings stabil. Die Geburt schien den Angaben zufolge ohne ärztliche Hilfe stattgefunden zu haben.

Blau gestreifter Strampler Quelle: Polizei

Wer kennt diese Frau?

In der Zeit zwischen 20 und 21 Uhr hat die Mutter ihr Kind am 2. September unweit der Klinik abgelegt. Sie ist zwischen 20 und 30 Jahre alt, mittelgroß und schlank. Nach Angaben der Polizei hatte sie mindestens schulterlange, dunke Haare und war mit einer dunklen Hose und ebenso dunklen, hüftlangen Jacke bekleidet. Auf dem Hinweg hatte sie das weiße Kopfkissen mit dem Baby darauf in ihren Armen.

Nun hofft die Polizei auf weitere Hinweise und fragt:

Wer hat am Mittwoch in der Georg-Benjamin-Straße, der Theodor-Brugsch-Straße (dortiger Verbindungsweg), im Lindenberger Weg, auf dem Parkplatz des Helios-Klinikums Buch und an der Bushaltestelle „Lindenberger Weg Süd“ eine Frau bemerkt, die von dem genannten Verbindungsweg kommend über den Klinikparkplatz zur Bushaltestelle ging und sich nach Ablage des Kindes von dort wieder in Richtung Georg-Benjamin-Straße entfernte?

Auch Autofahrer sind gefragt. Sie könnten möglicherweise etwas Tatrelevantes bemerkt haben. Insbesondere der Fahrer eines hellen Lastwagens mit offener Ladefläche könnte bedeutend für die Suche sein. Er hat zum Tatzeitpunkt die Haltestelle passiert, so die Polizei.

Babyklappen verhindern Verzweiflungstaten

Auch die Eltern eines im April in Friedrichshain in einem Hauseingang gefunden Säuglings sind noch nicht gefunden. Um das Aussetzen von Babys zu verhindern, gibt es in Berlin fünf sogenannte Babyklappen in Krankenhäusern. Mütter, die ihr Kind nicht annehmen wollen, können es dort ablegen.

In der Landeshauptstadt von Brandenburg gibt es seit 2003 eine Babyklappe. Eingerichtet hat sie das katholische St. Josefs-Krankenhaus an der Außenwand des Krankenhaus-Hauptgebäudes an der Allee nach Sanssouci.

Neun Mal wurde sie bisher genutzt.

Das Angebot richtet sich an Mütter, die in schwierigen Konfliktsituationen somit die Möglichkeit haben, ihre Neugeborenen in sichere Obhut zu geben und dabei anonym zu bleiben. Bisher fanden sich für acht Säuglinge Adoptivfamilien.

Hinweise nehmen das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamtes (LKA 123) in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664 – 912 555 oder alle anderen Polizeidienststellen entgegen.

Von MAZonline

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