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Kampf um Nudelmesse-Schilder gescheitert

Brandenburg gegen Spaghettimonster Kampf um Nudelmesse-Schilder gescheitert

Pastafaris glauben an das fliegende Spaghettimonster und sie halten regelmäßig Nudelmessen in Templin. Auf die möchten die Spaghetti-Jünger hinweisen – ganz offiziell. Doch dürfen die Schilder gleich neben denen der Gottesdienste der Kirche angebracht werden? In der Konstellation Pastafaris gegen Brandenburg hat nun das Landgericht das letzte Wort.

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Rüdiger Weida von der “Kirche der fliegenden Spaghettimonster“ möchte eine offizielle Bestätigung, dass das Nudelmesse-Schild in Templin stehen darf.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Frankfurt (Oder). Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) gab es am Mittwoch ein Zivilprozess, in dem es um die Aufstellung von Hinweisschildern der „Kirche der fliegenden Spaghettimonster“ im uckermärkischen Templin geht. Auf den Schildern werden für jeden Freitag um 10.00 Uhr sogenannte Nudelmessen angekündigt. Doch im Streit um die "Gottesdienst"-Schilder hat nun das Gericht das letzte Wort. Die Anhänger der Bewegung konnten sich nicht gütlich mit dem Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen einigen.

Der Verein beharrte darauf, dass er im Beisein des Templiner Bürgermeisters Detlef Tabbert mit Vertretern der Behörde am 9. Dezember 2014 in Templin eine entsprechende zivilrechtliche mündliche Vereinbarung geschlossen hatte. Zu einer schriftlichen Vereinbarung über die Aufstellung der „Nudelmesse“-Schilder“ kam es jedoch nie, so die Pastafaris. Das bestreitet der Landesbetrieb Straßenwesen jedoch, wie Vertreter der Behörde am Mittwoch vor Gericht bekräftigten.

Schilder hängen trotzdem - dank Bürgermeister

Die Templiner Anhänger der „Kirche der fliegenden Spaghettimonster“ sehen sich als Weltanschauungsgemeinschaft mit den gleichen Rechten wie eine Religionsgemeinschaft. Sie haben das Land Brandenburg verklagt, die Aufstellung von „Nudelmesse“-Schildern an den vier Ortseingängen von Templin zu dulden.

Die Schilder hängen trotzdem in Templin – mit Einwilligung des Stadtoberhauptes. Man findet sie an städtischen Masten, an denen die Kommune unter anderem über ihre Städtepartnerschaften informiert.

Asyl für das Nudelmesse-Schild

Asyl für das Nudelmesse-Schild.

Quelle: dpa-Zentralbild

Die Richterin in dem Zivilprozess hat für den 13. April (13 Uhr) einen Verkündungstermin angesetzt. Der Verein „Kirche des fliegenden Spaghettimonster“ kündigte bereits an, bei einem Scheitern ihrer Klage die nächste Instanz zu bemühen.

Der Streit um die Hinweisschilder begann bereits 2014, als die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ einfach an jenen Mast hängte, an dem sich auch die Schilder der Kirchen mitsamt der Gottesdienstzeiten befanden.

Das Nudelmesse-Schild direkt unter den Gottesdienstzeiten

Das Nudelmesse-Schild direkt unter den Gottesdienstzeiten: Dagegen ging das Bauamt vor.

Quelle: Pastafari.eu

Das Bauamt nahm sie ab, gab sie zurück – und natürlich hängten sie die Pastafaris wieder auf. Seit der mündlichen Vereinbarung mit Templins Bürgermeister hängen sie an städtischen Masten.

Landesregierung glaubt an eine Religionsparodie

Brandenburgs Landesregierung sieht die „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“ übrigens nicht als Glaubensgemeinschaft an. Vielmehr sei es eine Religionsparodie, die keine religiöse Substanz habe. Die „Kirche“ war im Jahr 2005 tatsächlich in den USA als Parodie entstanden, um eine Schulbehörde zu verspotten.

Weiterlesen:

Glaubensbekenntnis eines Spaghetti-Monsters

Von MAZonline und dpa

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