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Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland

Ausländerfeindlichkeit Kanada warnt vor Reisen nach Ostdeutschland

Gefährliche Jugendbanden, die Ausländer attackieren – so warnt die kanadische Regierung vor Reisen nach Ostdeutschland. In den neuen Bundesländern solle man besonders vorsichtig sein, heißt es. Erste Politiker reagieren empört auf die Reisewarnung.

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Auch ein Grund, warum Kanada vor Reisen nach Ostdeutschland warnt: die Pegida-Bewegung.

Quelle: dpa-Zentralbild

Berlin. Wer nach Ostdeutschland reist, sollte sich in Acht nehmen. Das rät zumindest die kanadische Regierung ihren reisefreudigen Bürgern. In Teilen der früheren DDR gäbe es Jugendbanden, die Angst verbreiten und Menschen wegen ihres fremden Aussehens oder ihrer Rasse bedrohen würden, heißt es in einer Sicherheitseinschätzung der kanadischen Botschaft. Sie ist Teil einer allgemeinen Informationsseite über Deutschland. Hier können sich Kanadier über das Land informieren, in das sie reisen wollen. Neben Sicherheitshinweisen gibt es auch allgemeine Informationen zur Gesundheitsversorgung, Gesetzen oder Visa-Vorschriften.

Die kanadische Regierung greift in ihrer Sicherheitseinschätzung indirekt auch die Pegida-Bewegung auf, bzw. deren Großdemonstrationen der letzten Zeit. Auch der Flüchtlingsstrom nach Deutschland wird thematisiert.

Demonstrationen könnten in Gewalt umschlagen

So heißt es zum Beispiel, dass Demonstrationen plötzlich in Gewalt umschlagen könnten. Man sollte deswegen größere Versammlungen meiden und die Meldungen der lokalen Presse verfolgen.

Wegen der zunehmenden Flüchtlingszahl könne es außerdem beim Zugverkehr, speziell in Grenznähe, zu Problemen kommen, schreibt die kanadische Regierung. Und die Gefahr von Demonstrationen, die in Gewalt umschlagen könnten, würde ebenfalls steigen. Auch hier rät die kanadische Regierung dazu, sich im Vorfeld zu informieren und Hinweisen der entsprechenden Behörden zu folgen.

Reaktionen aus der Politik: Empörung und Unverständnis

Die Reisewarnung der kanadischen Regierung sorgt unter einigen Politikern für Kopfschütteln und Empörung. „Das entspricht nicht der Realität und ist extrem rufschädigend“, sagte zum Beispiel der Generalsekretär der sächsischen CDU und Vize-Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer, dem Handelsblatt. Deutschland müsse der Warnung entschieden entgegen treten.

Auch bei den Grünen kann man die Reisewarnung nicht nachvollziehen. Konstantin von Notz, Grünen-Fraktionsvize, sagte ebenfalls im Handelsblatt, die Warnung sei zu pauschal und undifferenziert. Er sagte aber auch, dass Rechtsextreme, Rassisten und Nazis nicht nur verwerflich agieren würden, sondern auch Deutschland schaden.

Von MAZonline

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