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Kaum Entlastung für Brandenburgs Mieter

Vergleich der Betriebskosten Kaum Entlastung für Brandenburgs Mieter

Die Märker werden in Sachen Betriebskosten immer tiefer in die Tasche greifen müssen. Im Durchschnitt zahlen die Brandenburger 2,23 Euro pro Monat und Quadratmeter. Der bundesweite Durchschnitt liegt darunter. Tendenziell steigen die Kosten unter anderem wegen des demografischen Wandels. Es gibt allerdings auch andere Zahlen.

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Brandenburger zahlen im Vergleich weniger Betriebskosten. Trotzdem gibt es eine Tendenz nach oben.

Quelle: 85570695

Brandenburg. Kaum Entlastung für märkische Mieter: Trotz eines milden Winters und gesunkener Ölpreise können Brandenburger für das Vorjahr nicht mit stattlichen Nebenkosten-Rückzahlungen rechen. Der Brandenburger Mieterbund dämpft entgegen dem Bundestrend entsprechende Erwartungen. „Der demografische Wandel lässt die Nebenkosten steigen“, sagt Rainer Weicht vom Mieterbund. Ein warmer Winter könne das nicht ausgleichen. Vor allem in Regionen wie der Uckermark und der Prignitz, aber auch in Cottbus und Forst entwickelten sich die Kosten nach oben, weil trotz zahlreicher Wegzüge eine Infrastruktur aufrechterhalten werden muss.

Nach MAZ-Informationen lag die sogenannte „zweite Miete“ für Heizen, Wasser und Abwasser in Brandenburg 2013 im Schnitt bei 2,23 Euro pro Quadratmeter. Details sollen erst am Dienstag bekannt gegeben werden. Im Bundesschnitt waren es nur 2,19 Euro, wie aus dem bereits am Montag veröffentlichten Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes hervorgeht. Rechnet man alle denkbaren Betriebskosten wie Gartenpflege oder Fahrstuhlwartung hinzu, mussten Märker sogar bis zu 3,30 Euro pro Quadratmeter zahlen.

„Wohnen wird für viele deutlich teuer werden“, fürchtet Weicht. Alte Heizanlagen oder lange Leitungsnetze müssten instand gehalten werden – das schlage sich auf dem Mieterkonto nieder. Auch die Freude über niedrige Ölpreise sei nur vorübergehend. Langfristig würden sich die Energiekosten wieder nach oben entwickeln, prognostiziert Weicht.

In Berlin hingegen bekommen nach Einschätzung des Mieterbundes viele Mieter Geld zurück. Im Vorjahr sei in der Hauptstadt bis zu 25 Prozent weniger Heizenergie verbraucht worden. Auch die Grundsteuer sei stabil geblieben.

In Brandenburg habe sich die Grundsteuer von 1995 bis 2013 um 50 Prozent erhöht, sagt David Eberhardt, Sprecher des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Potsdam – ohnehin ein teures Miet-Pflaster – will 2017 die Grundsteuer weiter erhöhen.

Für die 400 000 Wohnungen von BBU-Mitgliedsunternehmen in der Mark zeichnet der Verband aber ein optimistischeres Bild: 2013 lagen für diese die Nebenkosten im Schnitt monatlich bei 2,13 Euro (2012: 2,06 Euro) pro Quadratmeter – und damit unter dem Durchschnittspreis der ostdeutschen Länder von 2,28 Euro. Für 2014 werde nur mit einem geringen Anstieg auf 2,15 Euro gerechnet.

Das Land versuche durch bestimmte Programme die Nebenkosten niedrig zu halten, sagt Steffen Streu, Sprecher des Bauministeriums. Unter anderem werde die energetische Sanierung von Wohnungen gefördert.

Von Marion Kaufmann

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