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Kaum sexuelle Belästigung in märkischen Freibädern

Antwort auf AfD-Anfrage Kaum sexuelle Belästigung in märkischen Freibädern

In Brandenburgs Frei- und Hallenbädern sind sexuelle Übergriffe offenbar kein weit verbreitetes Phänomen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt elf Straftaten, wie das Innenministerium nun auf eine Anfrage mitteilte. Die AfD wollte wissen, wie viele Übergriffe es gibt – und aus welchen Ländern die Täter kommen.

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Quelle: dpa

Potsdam. In Brandenburgs Frei- und Hallenbädern sind sexuelle Übergriffe offenbar kein weit verbreitetes Phänomen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt elf Straftaten. „Dabei handelt es sich um sechs Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und fünf Beleidigungen auf sexueller Grundlage“, teilte das Innenministerium auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion mit. Von den ermittelten Tatverdächtigen waren alle männlich, acht deutscher und einer nichtdeutscher Herkunft. Der Mann kam aus Kamerun.

Johlige: Vorurteile bestätigen sich nicht

Für Andrea Johlige (Linke) zeigt die Statistik, dass für Panikmache kein Platz ist. „So schlimm jeder einzelne Fall ist, so handelt es sich doch um Einzelfälle, bei denen zudem in der überwiegenden Zahl der Fälle Tatverdächtige ermittelt werden konnten“, schreibt sie in ihrem Blog. Es sei ein Vorurteil, dass Frauen wegen der Flüchtlinge in Badeanstalten nicht mehr sicher seien.

Ministerium: Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Allerdings dürfte es eine Dunkelziffer geben. Laut Innenministerium wurden alle in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik erfassten Delikte mit dem Tatortbezug „Freibad/Hallenbad“ erfasst. „Die benötigten Analyseinformationen zu Tatorten sind zwar in der polizeilichen Vorgangsbearbeitung erfassbar, werden jedoch vom Sachbearbeiter nicht zwingend abverlangt und haben daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit“, heißt es. Zahlen von 2016 gibt es noch nicht.

Anfang des Jahres sorgte die Stadt Bornheim in Nordrhein-Westfalen mit der Ankündigung für Schlagzeilen, den Badebetrieb für eine Woche einzustellen. Es habe anonyme Beschwerden über junge, männliche Flüchtlinge gegeben, die weibliche Badegäste belästigt hätten, hieß es.

Von MAZOnline

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