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Keine Angst vor Weihnachtsmarkt-Besuch

Betreiber haben keine Sicherheitsbedenken Keine Angst vor Weihnachtsmarkt-Besuch

Sicherheitsbedenken beim Besuch eines Weihnachtsmarktes in Brandenburg? Bisher nicht. Mal abgesehen von Diebstahl, Rangeleien, Falschgeld - das alles gibt es auch auf Weihnachtsmärkten, aber Sorgen wegen der Sicherheitslage an sich muss sich laut Polizei jedoch niemand machen.

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Weihnachtsmarkt in Potsdam.

Quelle: Julian Stähle

Potsdam. Betreiber und Organisatoren der Weihnachts- und Adventsmärkte in Brandenburg haben mit Blick auf die diesjährigen Veranstaltungen keine Sicherheitsbedenken. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedrohungslage in Europa erforderten Veranstaltungen mit vielen Menschen zwar grundsätzlich Aufmerksamkeit, heißt es aus dem Potsdamer Polizeipräsidium. Bisher lägen aber keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefahr für die diesjährigen Weihnachtsmärkte ableiten lasse.

“Mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten verunsichern die Besucher mehr, als dass sie sie beruhigen“, erklärt Präsidiumssprecher Mario Heinemann. Eine besondere Alarmbereitschaft sei gegenwärtig nicht erforderlich.

Unter dem Eindruck der Anschläge von Paris sowie der verschärften Sicherheitslage auch in Deutschland seien im vergangenen Jahr viele Besucher den Weihnachtsmärkten ferngeblieben, sagt Christoph Meyer vom Brandenburgischen Schaustellerverband. In diesem Jahr betreibt er auf Weihnachtsmärkten in Potsdam und Berlin Fahrgeschäfte und Imbissbuden.

Kameras gegen Vandalismus

Einige seiner Fahrgeschäfte seien mit Kameras ausgestattet, die auch nachts liefen, um eventuellen Vandalismus aufzuzeichnen. Größere Schäden seien bislang nicht passiert. “Hin und wieder werden mal Dekorationen oder Aschenbecher geklaut“, sagt er. Weil die Tageseinnahmen nicht in den Buden verwahrt würden, lohne sich Einbruch ohnehin nicht.

“Eine Zunahme der Kriminalität auf Weihnachtsmärkten ist nicht zu verzeichnen“, bestätigt das Polizeipräsidium. Häufigste Straftat sei Diebstahl. Anzeigen wegen Körperverletzung gebe es nur eine Handvoll.

Gerade kleinere Weihnachtsmärkte wie in Wittenberge (Prignitz), die nur wenige Tage öffnen, bleiben in der Regel von größeren Zwischenfällen und Diebesbanden verschont. “Aus unserer Sicht hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen Jahren nicht verschärft. Es gab keine gravierenden Vorkommnisse“, sagt eine Stadtsprecherin. Durch die enge Zusammenarbeit des Veranstalters mit Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung könne die Sicherheit jedes Jahr gewährleistet werden.

Bereits im Sommer an den Weihnachtsmarkt denken

Die Vorbereitungen beginnen bereits dann, wenn an Weihnachten noch gar nicht zu denken ist. “Bis August arbeiten wir unser Sicherheitskonzept aus“, sagt Eberhard Heieck, Geschäftsführer des Cottbuser Veranstalters Coex, der seit 20 Jahren die Weihnachtsmärkte in Potsdam und Cottbus mitorganisiert.

Beschlossen werde das Konzept dann meist im September. Dabei gehe es darum, gerade in Fußgängerzonen und vor höheren Gebäuden Platz für Feuerwehreinsätze zu lassen. Auch dürften Gasheizstrahler nicht neben Holzhütten aufgebaut werden. Zusätzlich hat der Veranstalter auf jedem seiner Märkte vier Sicherheitskräfte im Einsatz. «Schausteller können die über Funk rufen, wenn es Probleme gibt», sagt Heieck.

Schulungen für Schausteller

Auch im Schaustellerverband gibt es spezielle Schulungen in Sicherheitsfragen. Dabei geht es etwa um den Umgang mit brenzligen Situationen oder das Erkennen von Falschgeld. In der Praxis gelingt das nicht immer. “Wir haben zwar Geldprüfgeräte im Einsatz, aber bei großem Stress schaffen wir es oft nicht, zu kontrollieren“, sagt Christoph Meyer vom Verband. Er rät von unnötiger Panikmache ab. “Weihnachtsmärkte sollen schließlich Orte des Friedens und der Besinnung sein“, sagt er.

» Weihnachtsmärkte in Potsdam 2016

Weihnachtsmärkte in Berlin

Viele Weihnachtsmärkte in Berlin setzen auch in diesem Jahr wieder auf verstärkte Sicherheitsvorkehrungen. Betreiber erklärten, die Standards, die nach den islamistischen Terroranschlägen im vergangenen Jahr in Paris eingeführt wurden, sollten weiterhin gelten. Demnach schickt die Polizei zusätzliche Streifen über die großen Weihnachtsmärkte. Es gibt mehr Wachleute, Taschen werden kontrolliert. Rucksäcke sind nicht überall erwünscht. Die Berliner Polizei wollte sich nicht explizit zu Maßnahmen äußern.

Ein Polizeisprecher sagte, für die Sicherheit auf Weihnachtsmärkten seien zuerst die Betreiber zuständig. Die Polizei stehe aber mit ihnen im Kontakt. Zudem gebe es vor dem Aufbau aller großen Veranstaltungsflächen Beratungen auch mit der Feuerwehr. Über die Polizeipräsenz auf den Märkten gebe es derzeit noch keine Angaben.

Von Christian Bark

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