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Keine Kirchenglocken mit Nazi-Symbolen

Brandenburg Keine Kirchenglocken mit Nazi-Symbolen

In Brandenburg und auch in Berlin gibt es offenbar keine Kirchenglocken mit eingegossenen Nazi-Symbolen. Jedenfalls seien diese der Evangelischen Kirche nicht bekannt. Die Hitler-Glocken, die in mehreren Landeskirchen läuten, hatten bundesweit für Wirbel gesorgt. Ein Bürgermeister trat letztlich zurück.

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Im Glockenturm der Kirche St. Jakob hängt in Herxheim am Berg (Rheinland-Pfalz) eine Bronzeglocke mit Hakenkreuz.

Quelle: dpa

Potsdam. In Berlin und Brandenburg gibt es nach Angaben der evangelischen Landeskirche offenbar keine Kirchenglocken mit eingegossenen Nazi-Symbolen. „Bisher sind uns keine Glockenstandorte mit NS-Symbolik bekannt“, sagte die Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Heike Krohn-Bräuer, auf epd-Anfrage.

In den vergangenen Wochen hatten entsprechende Geläute in mehreren Landeskirchen für Wirbel gesorgt. So gibt es in der hannoverschen Landeskirche nach Angaben des Landeskirchenamtes noch zwei Kirchenglocken mit eingegossenen Nazi-Symbolen. Zuvor war bereits der Fall der „Hitler-Glocke“ im pfälzischen Herxheim am Berg bekanntgeworden. Die Herxheimer „Hitler-Glocke“ mit der Aufschrift „Alles fuer’s Vaterland - Adolf Hitler“ soll künftig vorerst nicht mehr läuten.

Bürgermeister tritt zurück nach Trubel um Interview

Infolge der öffentlichen Debatte um die sogenannte „Hitler-Glocke“ im pfälzischen Herxheim am Berg war Bürgermeister Ronald Becker (Freie Wähler) Anfang September zurückgetreten. „Bürgermeister geht - Glocke bleibt!“ ist eine Stellungnahme Beckers auf der Internetseite der Gemeinde überschrieben. Auslöser für den Rücktritt sei der Bericht des ARD-Magazins „Kontraste“ über den Glockenstreit, sagte Becker dem Evangelischen Pressedienst (epd).

In dem Fernsehbeitrag wird Becker mit den Worten zitiert, er sei stolz auf die Glocke in der evangelischen Jakobskirche. Außerdem sagte der Bürgermeister, dass Adolf Hitler immer nur mit Gräueltaten in Verbindung gebracht werde, nicht jedoch mit den Sachen, die in dieser Zeit auf den Weg gebracht worden seien und bis heute genutzt würden.

Es sollen aus dem Kontext gerissene Sätze sein

Er habe gegenüber der „Kontraste“-Mitarbeiterin erklärt, dass eine 95-jährige Frau aus dem Ort ihm gegenüber diese Aussage getätigt habe, sagte Becker. Seine Aussage sei ein Zitat gewesen und nicht seine eigene Meinung. Sein Interview sei so geschnitten worden, dass dies nicht erkennbar gewesen sei.

Sollte durch die verkürzte Wiedergabe des Interviews und die aus dem Kontext gerissenen Sätze der Eindruck erweckt worden sein, dass er diese Zeit verherrliche, möchte er sich davon entschieden distanzieren, sagte Becker. Möglicherweise sei er im Umgang mit Medienvertretern zu unvorsichtig gewesen. Nach dem „Kontraste“-Beitrag hatte der Gemeinderat von Herxheim am Berg den Bürgermeister aufgefordert, sein Amt niederzulegen.

Von MAZonline / epd

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