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Brandenburg Keine Nachtflüge über Blankenfelde-Mahlow
Brandenburg Keine Nachtflüge über Blankenfelde-Mahlow
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11:48 20.09.2013
Eine Variante, um Mahlow zu umfliegen. Quelle: MAZ-Grafik von Detlev Scheerbarth
Potsdam/Berlin

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ist der Klage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) gegen die Flugrouten am BER teilweise gefolgt. In den Nachtstunden zwischen 22 Uhr und sechs Uhr müssen die Flugzeuge jetzt die Gemeinde umkurven. Das entschieden die Richter in Berlin am Donnerstagabend.

Die Gemeinde spricht von einem „Etappensieg“. Das Gericht hat allerdings eine Revision zugelassen. Ob das Bundesamt für Flugsicherung gegen das Urteil vorgehen will, blieb am Abend offen. Die Behörde hatte während der Verhandlung selbst eine nächtliche Nordumfliegung in die Diskussion gebracht. Im Berliner Ortsteil Lichtenrade hat das bereits für Unruhe gesorgt. „Wenn alles wieder hinfällig wird, ginge der Aufruhr wieder los“, sagte gestern ein Sprecher der Lichtenrader Initiative gegen Fluglärm.

Die Anwohner im Süden Berlins hatten sich 2010 und 2011 erfolgreich gegen geplante Überflüge gewehrt, auf Kosten vor allem von Blankenfelde-Mahlow. Die Gemeinde, die direkt in der Einflugschneise liegt, sieht sich als Hauptleidtragende des Flughafens. Eine auf die Nachtstunden beschränkte Ausnahmeregelung ist aus Sicht von Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) allerdings keine wirkliche Lösung. „Das reicht nicht“, sagte er der MAZ. Tatsächlich geht es vorerst nur um die Tagesrandzeiten von 22 Uhr bis 23.30 Uhr und von 5.30 Uhr bis sechs Uhr. Von 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr ist am BER anders als am bisherigen Flughafen Schönefeld (Dahme-Spreewald) ohnehin ein Nachtflugverbot geplant.

Die Umfliegung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

Das Bundesamt hat gestern vier verschiedenen Alternativversionen der sogenannten Variante fünf ins Spiel gebracht, die einen nördlichen Schlenker um Blankenfelde-Mahlow macht. Teilweise führen diese Versionen auch nördlich an Großbeeren (Teltow-Fläming) vorbei und kommen damit Teltow und Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) nahe. „Neue Berechnungen zeigen, dass man so die Lärmbelastung besser verteilen kann“, erklärte Behördensprecherin Kerstin Weber.

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow will, dass die Variante fünf auch tagsüber geflogen wird. Schließlich sei der Ort schon durch die Landeanflüge stark belastet, die bei Ostwind in gerader Linie über das Gemeindegebiet führten, sagte Bürgermeister Baier. Das es bei den Alternativvarianten für andere lauter werde, habe man nicht zu verantworten. Der Standort Schönefeld sei schließlich von Anfang an ungeeignet für einen Großflughafen gewesen. Baier hofft, dass die Diskussion um die Flugrouten jetzt wieder offen ist.

Von Ulrich Nettelstroth

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